This article has been translated from English to German.
Das Währungsrisiko ist der Einfluss von Währungsschwankungen auf den Wert der Cashflows oder die Bilanzlage eines Unternehmens.
Die Quantifizierung des Währungsrisikos wird als„Exposure“oder„Risikoexposition“ bezeichnet.
Die beiden wichtigsten Arten von Währungsrisiken sind:
- Wirtschaftliches Risiko
- Bilanzielle Exposition
Das wirtschaftliche Risiko betrifft die Cashflows eines Unternehmens und ergibt sich aus der Kombination des operativen Risikos und der Cashflow-Elemente des Transaktionsrisikos.
Das bilanzielle Risiko betrifft die in Fremdwährung denominierten Vermögenswerte, Verbindlichkeiten, Erträge und Aufwendungen eines Unternehmens, wie sie in seinem Jahresabschluss ausgewiesen sind.
Es ergibt sich aus der Kombination des Umrechnungsrisikos und der bilanzierungsrelevanten Elemente des Transaktionsrisikos.
Was ist operatives Risiko?
Das operative Risiko ist der Einfluss von Wechselkursänderungen auf die zukünftigen operativen Einnahmen und Kosten eines Unternehmens.
In dem Maße, in dem die Wettbewerbsposition eines Unternehmens durch Wechselkursschwankungen beeinflusst wird, ist es einem operativen Risiko ausgesetzt, auch wenn es keine Geschäfte in Fremdwährungen tätigt.
So hat ein Skigebiet in Chile, das keine Devisengeschäfte tätigt, ein operatives Fremdwährungsrisiko, wenn eine Abwertung des argentinischen Pesos Kunden zu günstigeren Reisezielen im Nachbarland lockt.
Was ist ein Transaktionsrisiko?
Das Transaktionsrisiko misst die Auswirkungen von Wechselkursen auf Transaktionen in Fremdwährungen – also auf Verkäufe und Käufe, für die ein Vertrag besteht.
Ein Exporteur mit EUR als funktionaler Währung hat beispielsweise eine Vereinbarung, Fertigwaren in drei Monaten an einen US-Kunden zu verkaufen.
Der Export, der in USD abgewickelt wird, soll drei Monate nach Lieferung der Waren bezahlt werden.
Die Zeitspanne zwischen dem Zeitpunkt der Verkaufsausführung und der Begleichung führt zu einem Währungsrisiko für den EUR-Cashflow, da der EUR/USD-Kurs schwankt.
Wenn die entsprechenden Fremdwährungsforderungen/-verbindlichkeiten ausgestellt werden und in der Bilanz des Unternehmens erscheinen, entsteht durch die Transaktion auch ein Bilanzierungsrisiko.
Was ist ein Umrechnungsrisiko?
Das Umrechnungsrisiko ist der Effekt von Wechselkursänderungen auf die aktuelle Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung.
Das Umrechnungsrisiko umfasst die Fremdwährungsgewinne und -verluste, die entstehen, wenn der Konzernabschluss konsolidiert und die Abschlüsse ausländischer Tochtergesellschaften in die Hauswährung umgerechnet werden.
Die Währungsumrechnung kann erfolgen, indem alle Bilanz- und Gewinn- und Verlustposten zum aktuellen Wechselkurs umgerechnet werden oder indem unterschiedliche Wechselkurse (aktueller Kurs/historischer Kurs) auf verschiedene Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in der Bilanz angewendet werden.