This article has been translated from English to German.

Der Secured Overnight Financing Rate (SOFR) ist ein Referenzzinssatz, der zeigt, wie viel es kostet, sich Geld über Nacht zu leihen, das mit US-Staatsanleihen abgesichert ist.

Er wird von der Federal Reserve Bank of New York auf Basis der tatsächlichen Transaktionen auf dem Repo-Markt für Schatzpapiere berechnet.

Er wurde im April 2018 als Alternative zum London Interbank Offered Rate (LIBOR) eingeführt, weil er transparenter, robuster und weniger anfällig für Manipulationen ist.

Der LIBOR wurde wegen seiner Manipulierbarkeit kritisiert und wird zugunsten von Zinssätzen wie dem SOFR auslaufen.

Was ist SOFR?

Der Secured Overnight Financing Rate (SOFR) ist ein Referenzzinssatz, der den durchschnittlichen Zinssatz misst, den Banken zahlen, um sich über Nacht Geld von anderen Banken zu leihen, wobei Treasury-Wertpapiere als Sicherheit dienen.

Der SOFR wurde von der Federal Reserve Bank of New York in Zusammenarbeit mit dem US-amerikanischen Office of Financial Research als Reaktion auf die LIBOR-Kontroversen entwickelt, darunter Skandale um Zinsmanipulationen und Bedenken hinsichtlich der Nachhaltigkeit des Interbanken-Kreditmarktes.

Er basiert auf Transaktionen auf dem US-amerikanischenRepo-Markt (Repurchase Agreement), auf dem kurzfristige besicherte Kredite zwischen Finanzinstituten vergeben werden.

Der SOFR gilt als zuverlässigerer und transparenterer Referenzzinssatz als der London Interbank Offered Rate (LIBOR), der auf Schätzungen der Zinsen basiert, die Banken einander für Kredite berechnen würden.

Wie funktioniert SOFR?

Der SOFR wird täglich anhand eines volumengewichteten Medians der Repo-Daten auf Transaktionsebene berechnet.

Dieser Ansatz stellt sicher, dass der Zinssatz ein breites Maß für die Übernachtkreditkosten auf dem besicherten Markt darstellt.

Im Gegensatz zum LIBOR, der auf Expertenmeinungen eines Bankengremiums basiert, wird der SOFR aus tatsächlichen Transaktionsdaten abgeleitet, wodurch er transparenter und weniger anfällig für Manipulationen ist.

Warum ist SOFR wichtig?

Der Übergang von LIBOR zu SOFR hat an Dynamik gewonnen, da Regulierungsbehörden und Marktteilnehmer die Notwendigkeit eines robusteren und transparenteren Referenzzinssatzes erkannt haben.

SOFR wird jetzt für verschiedene Finanzinstrumente wie Kredite, Hypotheken, Anleihen und Derivate verwendet.

Hier sind einige der Vorteile von SOFR:

  • Er basiert auf tatsächlichen Transaktionen auf dem Repo-Markt für Schatzanweisungen, was ihn zuverlässiger macht als den LIBOR, der auf Schätzungen basiert.
  • Er ist transparenter als der LIBOR, da die zu seiner Berechnung verwendeten Daten öffentlich zugänglich sind.
  • Er ist liquider als der LIBOR, da mehr Schatzpapiere als Sicherheiten zur Verfügung stehen.

Hier sind ein paar Nachteile von SOFR:

  • Er ist ein relativ neuer Zinssatz, und es gibt weniger historische Daten als für den LIBOR.
  • Er basiert auf Tagesgeldgeschäften und ist daher möglicherweise nicht repräsentativ für längerfristige Zinssätze.
  • Er ist nicht so weit verbreitet wie der LIBOR, sodass SOFR-basierte Produkte möglicherweise weniger liquide sind.

Wer veröffentlicht den SOFR?

Die Federal Reserve Bank of New York veröffentlicht den SOFR täglich auf Basis der Transaktionen des Vortages auf dem US-Treasury-Repo-Markt.

Die Daten sind auf ihrer Website verfügbar, sodass Marktteilnehmer leicht auf die neuesten Informationen zugreifen können.