This article has been translated from English to German.

Ein direkter Preis-Stream ist, wenn ein Liquiditätsanbieter Preise sendet, zu denen man direkt mit jemand anderem handeln kann.

Der Handel läuft also ohne einen Dritten als Vermittler.

Beide Seiten des Handels wissen, mit wem sie handeln.

Als Modell bietet das direkte Streaming eine Alternative zum Handel an einer Handelsplattform.

Das Aufkommen direkter, kontinuierlicher bilateraler Preisströme beginnt langsam aber sicher, die Sichtweise des Marktes auf den elektronischen Handel zu verändern.

Direktes Streaming ermöglicht es allen – Händlern, elektronischen Market Makern und der Buy-Side –, einen Großteil (wenn nicht sogar alles) dessen, was sie von CLOB- und RFQ-Märkten erhalten, an einem Ort zu bekommen.

Als Weiterentwicklung der aktuellen Ausführungsprotokolle ist Direct Price Streaming für Broker-Dealer aus mehreren Gründen interessant:

  • Es ermöglicht ihnen, den Handel zu automatisieren, was ihnen hilft, ihre Kosten zu verwalten.
  • Es ermöglicht ihnen, bilaterale Beziehungen zu Kunden aufrechtzuerhalten, sodass die Bereitstellung von Liquidität mit ihrer Rentabilität korreliert werden kann.

Was ist ein Direct Price Stream?

In seiner einfachsten Form ist Direct Streaming, wenn ein Händler oder elektronischer Market Maker seinen Kunden ständig Preise und Volumina sendet, zu denen er bereit ist, Währungen zu kaufen und zu verkaufen.

Für unterschiedliche Volumina werden unterschiedliche Preise angeboten.

Der Kunde bekommt einen auf ihn zugeschnittenen Preis und ein Volumen, ohne eine Anfrage stellen zu müssen, sodass Informationslecks aus Sicht der Käuferseite vor dem Handel vermieden werden.

Wenn Liquiditätsanbieter bereit sind, feste Preise zu streamen, wird auch das Risiko beseitigt, dass Kunden ihre Handelsabsichten während des Handels offenlegen könnten.

Noch interessanter und nützlicher wird es, wenn ein Kunde die Streams aller seiner Liquiditätsanbieter zusammenfasst.

Das Ergebnis ist praktisch ein maßgeschneidertes zentrales Limit-Orderbuch mit sofort verfügbarer, handelbarer Liquidität.

Es enthält nur Gegenparteien, die der Kunde kennt und mit denen er den Handel vereinbart hat, sodass die angezeigten Preise auf die Beziehungen zu diesen Gegenparteien zugeschnitten sind.

Um diesen Gedanken noch einen Schritt weiter zu führen, könnten Kunden auch die Liquidität aus den anonymen CLOB-Märkten mit den direkten Streams, die sie von ihren Liquiditätsanbietern erhalten, zusammenfassen und so ein noch vollständigeres Bild der Marktliquidität erstellen.

Auch wenn einige ihrer direkten Liquiditätsanbieter wahrscheinlich auch in diesen Orderbüchern handeln, gibt ihnen das die Möglichkeit, mit anderen Marktteilnehmern (wenn auch anonym) zusammenzuarbeiten, zu denen sie keine Beziehungen haben.

Disintermediation der Plattformen?

Es wurde vermutet, dass die zunehmende Nutzung direkter Preisströme zu einer Disintermediation der elektronischen Handelsplattformen führen könnte.

Die Geschichte zeigt uns aber, dass das sehr unwahrscheinlich ist.

Ende der 1990er Jahre haben die US-Aktienhändler schnell gemerkt, dass es ineffizient ist, direkte Verbindungen zu jedem Handelspartner zu verwalten, um Aufträge und Ausführungen zu übertragen, und sie haben sich schnell nach Aggregatoren umgesehen, um sich die Arbeit zu erleichtern.

Plattformen springen bereits ein, um die Verteilung und Aggregation direkter Streams zu erleichtern.

Sie sind für diese Aufgabe besonders gut geeignet, da sie bereits über Verbindungen sowohl zu Liquiditätsabnehmern als auch zu Liquiditätsanbietern verfügen und allen Beteiligten sowohl operativen als auch rechtlichen Aufwand ersparen.

Außerdem können sie einige Verbesserungen am Modell vornehmen, die schwieriger wären, wenn die Stream-Aggregation von jedem Endnutzer selbst verwaltet würde.

Bei Plattformen, die als Broker-Dealer registriert sind oder Vereinbarungen mit einem Broker-Dealer haben, können Liquiditätsanbieter und -abnehmer anonym miteinander handeln.

Durch die vorherige Übermittlung ihrer Präferenzen an die Handelsplattform können Kunden sicher sein, dass sie nur mit zugelassenen Gegenparteien handeln und weiterhin einen „Beziehungspreis” erhalten.

Durch die Nutzung des Broker-Dealers der Plattform als Vermittler, der eine anonyme Ausführung ermöglicht, können sie Informationslecks noch weiter einschränken.