This article has been translated from English to German.
Wenn du wie ich ein Fan von Selbsthilfebüchern bist, dann hast du bestimmt schon mal von dem Buch„Atomic Habits”von James Clear gehört.
Falls du es noch nicht kennst oder dir nicht sicher bist, wie du das Ganze auf das Trading anwenden kannst, habe ich ein paar hilfreiche Tipps für dich zusammengestellt, die du gleich umsetzen kannst.
Das Buch ist nämlich ein praktischer Leitfaden, wie man konsequent Veränderungen zum Besseren bewirken kann, mit dem Ziel, dass sich diese kleinen Gewohnheiten zu bedeutenden Ergebnissen summieren.
Hier sind ein paar wichtige Konzepte, die du dir merken solltest:
1. Kleine Gewohnheiten, großer Unterschied
Meistens konzentrieren wir uns auf den großen Wendepunkt oder den entscheidenden Moment, der uns sagt, dass wir es geschafft haben. Was dabei oft übersehen wird, sind die kleinen Versuche, sich zu verbessern, die zunächst nur einen marginalen Unterschied zu machen scheinen.
Die kombinierte Wirkung dieser kleinen, aber konsequenten Veränderungen kann jedoch im Laufe der Zeit erstaunlich sein. Wie der GOAT Lionel Messi sagte:
Ich fange früh an und bleibe lange, Tag für Tag, Jahr für Jahr. Ich habe 17 Jahre und 114 Tage gebraucht, um über Nacht erfolgreich zu werden.
Beim Trading kann man leicht die Wirkung von scheinbar banalen Praktiken unterschätzen, wie das Führen eines Trading-Tagebuchs, das Überprüfen von gewinnbringenden und verlustreichen Trades, das Notieren von Kursreaktionen auf Nachrichtenereignisse oder das Verfolgen der Reaktionen von Währungspaaren auf Wendepunkte.
Aber wenn du dich Tag für Tag bemühst, diese Gewohnheiten beizubehalten, können sie zu einem festen Bestandteil deines Trading-Alltags werden und sich irgendwann sogar wie ein Instinkt anfühlen.
Früher oder später werden Sie wahrscheinlich besser mit den Märkten synchronisiert sein und besser vorhersagen können, wie Paare auf Katalysatoren reagieren könnten oder welche Setups eine höhere Gewinnwahrscheinlichkeit haben. James Clear schreibt:
Das ist ein Grund, warum sinnvolle Veränderungen keine radikalen Veränderungen erfordern. Kleine Gewohnheiten können einen bedeutenden Unterschied machen, indem sie eine neue Identität schaffen. Und wenn eine Veränderung sinnvoll ist, ist sie tatsächlich groß. Das ist das Paradoxe an kleinen Verbesserungen.
2. Konzentriere dich mehr auf dein System als auf die Ziele
Im Einklang mit dem ersten oben erläuterten Konzept besteht die zweite wichtige Lektion in „Atomic Habits“ darin, mehr über die Prozesse und Strukturen nachzudenken, die gute Gewohnheiten möglich machen.
Anstatt darauf zu schauen, wie weit du noch von deinen Zielen entfernt bist, empfiehlt Clear, diese Anstrengungen in die Schaffung von Rahmenbedingungen zu lenken, die automatische Gewohnheitsschleifen schaffen können. Er schreibt:
Der Zweck von Zielen ist es, das Spiel zu gewinnen. Der Zweck von Systemen ist es, das Spiel weiterzuspielen.
Der Prozess der Gewohnheitsbildung lässt sich in vier einfache Schritte unterteilen: Auslöser, Verlangen, Reaktion und Belohnung. Der Auslöser löst ein Verlangen aus, das eine Reaktion motiviert, die eine Belohnung liefert, die das Verlangen befriedigt und schließlich mit dem Auslöser in Verbindung gebracht wird.
Wenn du dir zum Beispiel vornehmen, ein Tagebuch über deine Handelsgeschäfte zu führen, musst du den Auslöser deutlich machen, indem du dein Tagebuch in deinen Lesezeichen oder als Verknüpfung auf dem Desktop speicherst.
Das Verlangen wird bei mir dadurch ausgelöst, dass ich die Aufgabe auf meiner Smartphone-Liste abhaken möchte, sobald ich mit dem Journaling fertig bin. Wo sind meine anderen Typ-A-Leute?
Um das Tagebuchschreiben selbst einfacher zu machen, kannst du dir Fragen oder Stichpunkte überlegen, die du dann einfach ausfüllen musst.
Abgesehen von dem befriedigenden Gefühl, das Kästchen „Erledigt!“ auf deiner To-do-Liste anzuklicken, kannst du dir jedes Mal, wenn du alle deine Trading-Aufgaben erledigt hast, eine kleine Belohnung gönnen (ein kleiner Snack oder eine Folge deiner Lieblingsserie sind immer eine gute Idee!
Das gilt auch für das Ablegen schlechter Gewohnheiten, wie das Verschieben deiner Stop-Losses, das Verwerfen deines Tradingplans und das Nicht-Aktualisieren deines Trading-Tagebuchs.
3. Der Einfluss identitätsbasierter Gewohnheiten
Zuletzt betont James Clear auch, wie wichtig es ist, bewusst eine „neue Identität” oder die Art von Person, die du sein möchtest, zu entwickeln. Schließlich, so erklärt er, sind deine aktuellen Verhaltensweisen ein Spiegelbild deiner aktuellen Identität.
Das erfordert natürlich auch einen tieferen Blick auf deine aktuellen Motivationen und die Gründe, warum du etwas ändern musst. Er schreibt
Es ist schwer, Gewohnheiten zu ändern, wenn man die zugrunde liegenden Überzeugungen, die zu dem bisherigen Verhalten geführt haben, nicht ändert. Man hat ein neues Ziel und einen neuen Plan, aber man hat sich selbst nicht verändert.
Clear betont, wie wichtig es ist, diese „Identität” jeden Tag im Kopf zu haben, damit du nicht wieder in alte Muster verfällst und einen Fehler nach dem anderen machst. Schließlich ist ein Ausrutscher ein Zufall, aber zwei könnten schon eine schlechte Angewohnheit sein.
Wenn deine neue Identität in etwa „konsequent profitabler Trader” lautet, musst du dir das mit deinen täglichen Handlungen beweisen:
Bedeutet das, dass du Disziplin üben musst, um deinen Handelsplan einzuhalten? Musst du dir Zeit nehmen, um die Kursentwicklung zu beobachten und die Ergebnisse aufzuschreiben? Solltest du deine Strategien überprüfen und anpassen?
Um Ihr Verhalten dauerhaft zu ändern, müssen Sie anfangen, an das neue und verbesserte Ich zu glauben. Wie oft aus dem Buch zitiert:
Jede Handlung ist eine Stimme für die Person, die du werden möchtest.
Wie sieht's bei dir aus? Was für ein Trader möchtest du werden?