This article has been translated from English to German.
Die Einzelhandelsumsätze in den USA sind im Dezember überraschend ins Stocken geraten. Sie blieben im Vergleich zum Vormonat unverändert und verfehlten die Markterwartungen von einem Anstieg um 0,4 %, wie aus den am Dienstag vom Census Bureau des Handelsministeriums veröffentlichten Daten hervorgeht.
Der unveränderte Wert folgte auf einen unrevidierten Anstieg von 0,6 % im November und markierte eine deutliche Verlangsamung gegenüber den robusten Ausgaben zu Beginn der Weihnachtssaison. Die Umsätze im Oktober wurden nach unten auf einen Rückgang von 0,2 % revidiert, was die Anzeichen dafür verstärkt, dass die Verbraucher allmählich unter Druck geraten.
Die enttäuschenden Zahlen deuten darauf hin, dass die Dynamik der Verbraucherausgaben zum Jahresende nachgelassen hat, was die Wirtschaft bis 2026 auf einen langsameren Wachstumspfad bringen könnte.
Wichtige Punkte
- Einzelhandelsumsätze: 0,0 % im Monatsvergleich (gegenüber +0,4 % erwartet), nach +0,6 % im November
- Einzelhandelsumsätze ohne Autos: 0,0 % (gegenüber erwarteten +0,3 %)
- Kernumsatz im Einzelhandel (Kontrollgruppe): -0,1 % (gegenüber +0,4 % erwartet) nach einem nach unten korrigierten Wert von +0,2 % im November (zuvor +0,4 %)
- Wachstum im Jahresvergleich: +2,4 % im Dezember
- Breit angelegte Schwäche: Acht von 13 Einzelhandelskategorien verzeichneten Rückgänge
Der Bericht kam nach dem 43-tägigen Regierungsstillstand mit mehr als einem Monat Verspätung, was die Botschaft aber nicht milderte.
Die Schwäche im Dezember war breit angelegt. Möbel, Bekleidung, Elektronik, Autos und sogar Restaurants verzeichneten Rückgänge, was auf eine geringere Konsumausgaben hinweist. Es gab einige wenige Lichtblicke, darunter einen erneuten Anstieg bei Baumaterialien und Gartengeräten sowie moderate Zuwächse bei Sportartikeln, aber die Online-Verkäufe bewegten sich nach dem Stillstand im Vormonat kaum.
Noch besorgniserregender war die Kontrollgruppe, die direkt in das BIP einfließt. Sie sank nach einer Abwärtskorrektur im November um 0,1 %, was Ökonomen dazu veranlasste, ihre Wachstumsprognosen für das vierte Quartal zu senken. Die Federal Reserve Bank von Atlanta senkte ihre BIP-Prognose von 4,2 % auf 3,7 %.
Link zum offiziellen BLS-Bericht über den Einzelhandelsumsatz in den USA (Dezember 2025)
Ökonomen machen dafür vor allem geringere Ersparnisse und ein langsameres Einkommenswachstum verantwortlich. Die Sparquote ist gegenüber den Höchstständen während der Pandemie stark gesunken, und das Lohnwachstum kühlt sich weiter ab.
Zwar könnten höhere Steuerrückerstattungen zu Beginn dieses Jahres für etwas Unterstützung sorgen, doch es wird erwartet, dass viele Haushalte eher ihre Ersparnisse wieder aufbauen als aggressiv Geld ausgeben werden. Die Verbrauchernachfrage hält sich zwar, ist aber zunehmend ungleich verteilt, wobei Haushalte mit höherem Einkommen den größten Teil der Last tragen.
Marktreaktion
US-Dollar gegenüber wichtigen Währungen: 5 Min.

Überlagerung des USD -Charts gegenüber wichtigen Währungen Schneller mit TradingView
Der US-Dollar, der vor der Veröffentlichung in einer engen Spanne gehandelt wurde, fiel stark und breit, als die Händler auf die deutliche Verfehlung und die Abwärtskorrektur der Kerninflationsrate für November reagierten, was darauf hindeutet, dass sich die Konsumausgaben möglicherweise schneller abkühlen als vom Markt erwartet. Die Renditen von Staatsanleihen gaben parallel zu den Daten nach, was den frühen Druck auf den Dollar noch verstärkte.
Diese anfängliche Bewegung hielt jedoch nicht an. Etwa eine Stunde nach der Veröffentlichung fand der Greenback wieder Halt und erholte sich im Laufe der restlichen Sitzung allmählich, sodass er den Handelstag in New York mit gemischten Ergebnissen beendete.
Unterstützung kam von den weiterhin soliden Wachstumserwartungen für das vierte Quartal, wobei die Fed von Atlanta das BIP bei fast 3,7 % veranschlagt, sowie von den relativ ruhigen Aktienmärkten. Die schwächeren Daten zum Beschäftigungskostenindex deuteten ebenfalls auf einen nachlassenden Lohndruck hin und bestärkten die Fed in ihrer abwartenden Haltung.
Da die Arbeitsmarktdaten und der Verbraucherpreisindex noch ausstanden, schienen die Händler zögerlich, allein auf der Grundlage der Einzelhandelsumsätze starke Positionsentscheidungen zu treffen.
Der US-Dollar machte bis zum Handelsschluss in London einen Teil seiner Verluste nach den Einzelhandelsumsätzen wieder wett und beendete den Tag mit einem Plus, außer gegenüber dem kanadischen Dollar.
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