This article has been translated from English to German.
Das Protokoll der Sitzung der US-Notenbank vom 16. bis 17. September zeigt, dass die Zentralbank sich immer mehr Sorgen um den schwachen Arbeitsmarkt macht. Die meisten Leute dort sind für weitere Zinssenkungen in diesem Jahr, obwohl die Inflationssorgen noch da sind.
Zur Erinnerung: Die Fed senkte die Zinsen um 25 Basispunkte auf 4,00-4,25 %, obwohl der neu ernannte Gouverneur Stephen Miran eine aggressivere Senkung um einen halben Prozentpunkt bevorzugt hätte.
Aus dem Protokoll geht hervor, dass die Vertreter zwischen konkurrierenden Mandaten navigieren. Die Teilnehmer merkten an,dass„bei einer zu starken oder zu frühen Lockerung der Geldpolitik und anhaltend hoher Inflation die längerfristigen Inflationserwartungen aus dem Ruder laufen könnten”.
Umgekehrt„könnte die Arbeitslosigkeit unnötig steigen und die Wirtschaft stark abkühlen, wenn die Leitzinsen zu lange zu hoch gehalten würden”.
Während also die Mehrheit weiterhin die Aufwärtsrisiken für die Inflation betonte, stellten die meisten Teilnehmer fest, dass die Abwärtsrisiken für die Beschäftigung seit der letzten Sitzung zugenommen hätten.
Dies ist eine subtile, aber wichtige Verschiebung gegenüber früheren Sitzungen, bei denen die Inflation im Mittelpunkt der Diskussion stand.
Wichtigste Erkenntnisse
- Die meisten Fed-Vertreter hielten es für wahrscheinlich angemessen, die Geldpolitik im weiteren Verlauf des Jahres 2025 weiter zu lockern.
- Das Verhältnis von 10 zu 9 Stimmen für zwei weitere Zinssenkungen in diesem Jahr zeigte, wie gespalten die Entscheidungsträger hinsichtlich des Tempos der Lockerung nach wie vor sind.
- Die Abwärtsrisiken für die Beschäftigung hatten zugenommen, während die Aufwärtsrisiken für die Inflation entweder zurückgegangen waren oder nicht zugenommen hatten.
- Stephen Miran stimmte gegen die Senkung um 25 Basispunkte und sprach sich für eine stärkere Senkung um 50 Basispunkte aus.
- Einige Vertreter merkten an, dass die finanziellen Bedingungen darauf hindeuten, dass die Geldpolitik möglicherweise nicht besonders restriktiv ist, was Vorsicht geboten macht.
Link zum offiziellen Protokoll der FOMC-Sitzung (September 2025)
Bemerkenswert ist, dass das Komitee mit 10 zu 9 Stimmen knapp geteilt war, ob bis zum Jahresende zwei weitere Senkungen oder nur eine oder weniger vorgenommen werden sollten, was die mangelnde Einigkeit über das angemessene Tempo der Lockerung deutlich machte.
Mehrere Teilnehmer warnten, dass die Finanzlage darauf hindeute, dass die Geldpolitik möglicherweise nicht so restriktiv sei wie bisher angenommen.
In Bezug auf den Arbeitsmarkt kamen die Beamten zu dem Schluss, dass die jüngsten Zahlen „keine deutliche Verschlechterung der Arbeitsmarktbedingungen zeigen”, obwohl sie einräumten, dass sich das Beschäftigungswachstum verlangsamt habe und die Arbeitslosenquote auf 4,3 % gestiegen sei. Die vorläufige Benchmark-Revision des BLS, wonach die Zahl der Beschäftigten im März um mehr als 900.000 niedriger war als zuvor gemeldet, verstärkte die Sorgen über eine Abschwächung des Arbeitsmarktes.
Marktreaktion:
US-Dollar gegenüber wichtigen Währungen: 5-Minuten-Chart

Überlagerung des USD gegenüber den wichtigsten Währungen – Chart von TradingView
Der US-Dollar stieg zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Berichts leicht an, drehte aber bald ins Minus und blieb etwa eine Stunde lang im Abwärtstrend.
Die gemessene Reaktion deutete darauf hin, dass sich die Märkte nach der Senkung um 25 Basispunkte bei der Sitzung im September bereits auf eine zurückhaltende Haltung eingestellt hatten. Das Ausbleiben dramatischer Schwankungen zeigte, dass die Händler wenig überraschend fanden, dass die meisten Beamten eine Fortsetzung der Lockerung befürworten.
Die Schwäche des Dollars hielt während der gesamten Sitzung an, blieb aber begrenzt, was die anhaltende Unsicherheit über den weiteren Kurs der Fed widerspiegelte. Da die Veröffentlichung wichtiger Wirtschaftsdaten durch den Regierungsstillstand beeinträchtigt war, schienen die Märkte vor der FOMC-Sitzung am 28. und 29. Oktober zögerlich, große Richtungswetten einzugehen.
Der Dollar bewegte sich während des restlichen US-Handels in eher gedämpften Bereichen, bevor er den Tag positiv abschloss, außer gegenüber dem australischen Dollar.