This article has been translated from English to German.
Diese Woche haben sich unsere Währungsstrategen auf die geldpolitische Entscheidung der Bank of Japan und ihre möglichen Auswirkungen auf JPY-Crosses vor dem Hintergrund einer gemischten Risikostimmung und erhöhter geopolitischer Spannungen konzentriert.
Von den vier Szenario-/Preisprognosediskussionen dieser Woche hat eine Diskussion wohl sowohl fundamentale als auch technische Argumente hervorgebracht, die potenzielle Kandidaten für ein Handels- und Risikomanagement-Overlay darstellen könnten.
Watchlists sind Preisprognosen und Strategiediskussionen, die sowohl durch fundamentale als auch technische Analysen gestützt werden. Sie sind ein wichtiger Schritt zur Erstellung einer hochwertigen diskretionären Handelsidee, bevor ein Risiko- und Handelsmanagementplan ausgearbeitet wird.
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Schau dir unsere Zusammenfassung dieser Diskussion an, um zu sehen, was passiert ist!
CHF/JPY: Dienstag, 16. Juni 2025

CHF/JPY 1-Stunden-Forex -Chart von TradingView
Am Montag haben unsere Strategen die geldpolitische Entscheidung der Bank of Japan und ihre möglichen Auswirkungen auf den japanischen Yen im Blick gehabt.
Laut unserem Event Guide wurde erwartet, dass die BOJ die Leitzinsen bei 0,50 % belassen würde, wobei die Märkte genau auf Signale für eine künftige Straffung angesichts der globalen Handelsunsicherheiten achteten.
Vor diesem Hintergrund waren wir folgender Meinung:
Das „Yen-Rendite”-Szenario:
Wenn die BOJ ihren hawkischen Kurs beibehalten oder signalisiert hätte, dass sie bereit ist, die Zinserhöhungen wieder aufzunehmen, sobald die Unsicherheiten im Handel nachlassen, hätten wir einen Anstieg des JPY erwartet.
Wir haben uns auf den USD/JPY konzentriert, um bei einer negativen Risikostimmung Short-Strategien zu verfolgen, vor allem weil das Paar nahe dem Widerstand des Dreiecks liegt und die Erwartungen für eine Zinssenkung der Fed steigen. In einem risikofreudigen Umfeld schien eine Short-Position im AUD/JPY vielversprechend, weil die jüngsten Beschäftigungsdaten aus Australien enttäuschten und Sorgen um das Wachstum in China bestehen.
Das „Yen-Gähnen”-Szenario:
Sollte die BOJ einen vorsichtigeren Ton hinsichtlich künftiger Straffungen anschlagen oder Wachstumsbedenken gegenüber der Inflationsbekämpfung betonen, könnte dies unserer Meinung nach den JPY belasten.
Wir hatten GBP/JPY für mögliche Long-Strategien im Blick, falls die Risikostimmung positiv blieb, vor allem angesichts des Aufwärtstrends des Paares und seiner Position nahe wichtigen Unterstützungsniveaus. Bei einer negativen Risikostimmung war CHF/JPY unser bevorzugtes Paar, da der Franken in Europa als Alternative zum US-Dollar attraktiv ist.
Was tatsächlich passiert ist
Die Entscheidung der BOJ fiel weitgehend wie erwartet aus, allerdings mit einer leicht zurückhaltenden Tendenz:
- Der Leitzins wurde wie erwartet einstimmig bei 0,5 % belassen.
- Die Reduzierung der Anleihekäufe wurde ab April 2026 verlangsamt (vierteljährliche Reduzierung um 200 Mrd. Yen gegenüber derzeit 400 Mrd. Yen).
- Die „extreme Unsicherheit” hinsichtlich der globalen Handelspolitik und ihrer Auswirkungen wurde betont.
- Die Wachstumsaussichten sind wegen der handelspolitischen Gegenwinde vorsichtig
- Die Kerninflation lag zuletzt bei 3,5 % und damit deutlich über dem Zielwert von 2 %.
Gouverneur Ueda bekräftigte in seiner Pressekonferenz die Datenabhängigkeit, räumte aber ein, dass die Handelsunsicherheiten eine weitere Straffung verzögern könnten.
Marktreaktion
Dieses Ergebnis hat im Grunde unsere negativen Szenarien für den JPY ausgelöst. Und da die mögliche Beteiligung der USA am Konflikt zwischen Israel und Iran den US-Dollar angesichts der gestiegenen Nachfrage nach sicheren Häfen belastet, ist CHF/JPY in unseren Fokus gerückt.
Der CHF/JPY schwankte, da die BOJ ihre Zinsen unverändert ließ, die Märkte aber mit einer Verlangsamung des Anleihekaufprogramms überraschte. Gouverneur Ueda und sein Team signalisierten außerdem, dass sie unnötige Marktvolatilität vermeiden wollen, während sie ihren schrittweisen Normalisierungskurs beibehalten.
Dennoch verschafften Gewinnmitnahmen und die zunehmenden Spannungen im Nahen Osten dem Yen einen kurzen Vorteil gegenüber dem sicheren Hafen Schweizer Franken. Die Sorge um eine mögliche Beteiligung der USA am Konflikt zwischen Israel und dem Iran und die Befürchtung, dass die Kämpfe auf die gesamte Region übergreifen könnten, trugen Mitte der Woche zu einer höheren Nachfrage nach dem Yen bei.
Die Abwärtsbewegung des CHF/JPY kehrte sich am Donnerstag um, nachdem die Schweizerische Nationalbank (SNB) überraschend eine Zinssenkung auf 0,00 % bekannt gab. SNB-Präsident Schlegel erklärte sogar, dass Negativzinsen weiterhin im Raum stünden. Da einige Händler jedoch mit einer stärkeren Senkung gerechnet hatten, legte der Franken nach der Senkung um 25 Basispunkte sogar zu.
Der CHF/JPY fand Unterstützung bei 177,00, genau im Bereich des 50 %-Fibonacci-Retracements, und stieg dann auf 178,00, bevor die Aufwärtsdynamik nachließ.
Die Risikostimmung blieb die ganze Woche über gemischt, wobei geopolitische Spannungen die Zuflüsse in sichere Häfen ausglichen, aber die relative Divergenz zwischen der Flexibilität der SNB und der Vorsicht der BOJ begünstigte die CHF-Stärke. Am Freitag schloss CHF/JPY trotz einer leichten Verbesserung der Risikobereitschaft bei 178,50 und damit auf dem Wochenhoch.
Das Fazit
Wie haben wir abgeschnitten? Unsere Fundamentalanalyse hatte eine mögliche Schwäche des JPY aufgrund einer vorsichtigen Haltung der BOJ prognostiziert, die sich sowohl in der Erklärung als auch in der Pressekonferenz bestätigte. Unsere technische Analyse identifizierte präzise den wichtigen Konfluenzbereich der Unterstützung bei 177,00, wo Käufer auftauchten.
Wenn Händler nach dem BOJ-Ereignis, als das Paar vom Zusammenfluss von Fibonacci, Pivot Point und Trendlinie abprallte, Long-Positionen eingegangen wären, hätten sie einen erheblichen Anstieg erzielen können. Die Konstellation war besonders effektiv für diejenigen, die auf den Rückzug in die technische Unterstützungszone gewartet haben, anstatt der anfänglichen Bewegung hinterherzulaufen.
Insgesamt denken wir, dass diese Diskussion „mit hoher Wahrscheinlichkeit” zu einem positiven Nettoergebnis beigetragen hat, da sowohl fundamentale als auch technische Auslöser gut aufeinander abgestimmt waren. Das Paar zeigte ein starkes Aufwärtsmomentum, nachdem es Unterstützung bei den besprochenen technischen Niveaus gefunden hatte, und schloss die Woche im Wesentlichen auf den Höchstständen, was geduldigen Tradern, die auf das optimale Setup im technischen Konvergenzbereich gewartet hatten, mehrere Einstiegsmöglichkeiten bot.
