This article has been translated from English to German.

Der Taper Tantrum“ von 2013 war ein plötzlicher Anstieg der Renditen von US-Staatsanleihen und eine weltweite Marktvolatilität, ausgelöst durch die Ankündigung der US-Notenbank, ihr Programm zur quantitativen Lockerung (QE), mit dem sie seit der Finanzkrise 2008 Liquidität in die Wirtschaft gepumpt hatte, schrittweise zurückzufahren (zu „tapern“).

Hier eine detaillierte Aufschlüsselung:

Was hat den Taper Tantrum ausgelöst?

  • Hintergrund der QE: Von 2008 bis 2013 verdreifachte die Fed ihre Bilanzsumme auf 3 Billionen US-Dollar, indem sie Staatsanleihen und hypothekenbesicherte Wertpapiere kaufte, um die Wirtschaft nach der Krise anzukurbeln.
  • Bernankes Ankündigung: Im Mai 2013 deutete der damalige Fed-Chef Ben Bernanke an, dass die Anleihekäufe reduziert werden sollen, was die Märkte, die sich von der Unterstützung der Fed abhängig gemacht hatten, überraschte.
  • Panik an den Märkten: Die Investoren befürchteten, dass eine geringere Nachfrage nach Anleihen die Preise drücken und die Renditen steigen lassen würde. Die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen stieg innerhalb weniger Monate von 2 % auf 3 % und löste eine Kettenreaktion aus.

Globale Auswirkungen

  • Schwellenländer hart getroffen: Länder wie Indien, Brasilien und die Türkei (die sogenannten„Fragile Five“) mussten Kapitalabflüsse, Währungsabwertungen (z. B. fiel die indische Rupie um 15 %) und Zinserhöhungen hinnehmen.
  • Turbulenzen an den Aktienmärkten: Der S&P 500 fiel um 8 %, während Aktien aus Schwellenländern um 15 %nachgaben .

Warum ist das passiert?

  • Abhängigkeit von der Liquidität der Fed: Die Märkte waren von billigem Geld abhängig geworden, und Bernankes vage Kommunikation verstärkte die Unsicherheit.
  • Risiken durch auf Dollar lautende Schulden: Schwellenländer mit geringen Devisenreserven (z. B. die Türkei) mussten aufgrund des starken Dollars höhere Kreditkosten tragen.

Lösung und Lehren

  • Verzögerte Drosselung: Die Fed hat die tatsächliche Drosselung bis Dezember 2013 verschoben und damit Ängste beruhigt.
  • Politische Reformen: Die Fed hat ihre Kommunikationsstrategien verbessert, um künftige Schocks zu vermeiden (z. B. klarereForward Guidance).
  • Anpassung der Schwellenländer: Die Länder stockten ihre Devisenreserven auf und reduzierten ihre Anfälligkeit gegenüber Auslandsschulden.

Vermächtnis und Parallelen zu den 2020er Jahren

Der Taper Tantrum wurde zu einer warnenden Lektion für Zentralbanken, die ihre Konjunkturmaßnahmen zurückfahren wollten. Ähnliche Ängste kamen 2021–2022 auf, als die Fed eine Drosselung nach COVID signalisierte, aber besser vorbereitete Märkte eine Wiederholung vermieden.