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Der ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe ist im November von 48,7 im Oktoberauf 48,2 gefallen und hat damit die Konsensprognose von 49,0 verfehlt, was den neunten Monat in Folge mit einem Rückgang im verarbeitenden Gewerbe zeigt.

Die Verschlechterung kam trotz einer Erholung der Produktion, weil die Auftragseingänge schwächer wurden und die Unsicherheit wegen der Zölle den Sektor weiter belastete.

Wichtigste Erkenntnisse aus dem ISM-Bericht zum verarbeitenden Gewerbe für November

  • Der Index fiel von 48,7 auf 48,2, verfehlte damit die Erwartungen und verlängerte die Schrumpfungsphase auf neun Monate.
  • Die Auftragseingänge haben sich verschlechtert: Der Index für Auftragseingänge fiel von 49,4 auf 47,4 und signalisierte damit eine Abschwächung der Nachfrage, nachdem kurzzeitig eine Expansion zu beobachten war.
  • Die Produktion stieg sprunghaft an: Der Produktionsindex stieg von 48,2 auf 51,4 und war damit einer der wenigen Lichtblicke in dem Bericht.
  • Der Druck auf die Beschäftigung hat sich verstärkt: Der Beschäftigungsindex fiel von 46,0 auf 44,0, wobei 67 % der Unternehmen sich eher auf die Verwaltung ihrer Mitarbeiterzahlen als auf Neueinstellungen konzentrierten
  • Die Auswirkungen der Zölle hielten an: Die Preise blieben mit 58,5 gegenüber 58,0 auf einem hohen Niveau, da sich die Zölle auf Stahl und Aluminium weiterhin auf die Lieferketten auswirkten.
  • Die Lieferketten entspannten sich: Die Lieferzeiten der Zulieferer kehrten mit 49,3 gegenüber 54,2 in den Bereich schnellerer Lieferungen zurück, was auf einen geringeren Nachfragedruck hindeutet.

Link zum offiziellen ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe (November 2025)

Der Bericht zeichnete ein Bild von anhaltender Schwäche im verarbeitenden Gewerbe, die durch Zollunsicherheit und schwache Nachfrage verursacht wurde. Nur vier von 18 Branchen meldeten im November ein Wachstum, gegenüber sieben im Oktober.

Die Befragten aus verschiedenen Branchen betonten die schwerwiegenden Auswirkungen der Zölle. Hersteller von Transportausrüstung gaben an, dass sie dauerhafte Personalabbau-Maßnahmen umgesetzt und Produktionskapazitäten im Ausland aufgebaut haben, die sonst für den Export in die USA bestimmt gewesen wären. Chemieproduzenten merkten an, dass Zölle und wirtschaftliche Unsicherheit weiterhin die Nachfrage nach Produkten für den Bausektor belasten.

Besonders besorgniserregend waren Berichte über Handelsverwirrungen, die zu Betriebsstörungen führten, wobei Lieferanten bei Exportversuchen in die USA auf Fehler stießen. Einige Befragte merkten an, dass künstliche Intelligenz verwirrende und ungenaue Informationen produziere, was zu zurückhaltendem Kaufverhalten der Verbraucher und Prognoseherausforderungen beitrage.

Marktreaktionen

US-Dollar gegenüber wichtigen Währungen: 5 Min.

Overlay of USD vs. Major Currencies

Überlagerung des USD gegenüber wichtigen Währungen Chart von TradingView

Der US-Dollar, der früher am Tag durch die Erwartungen einer zurückhaltenden Geldpolitik des FOMC unter Druck geraten war, fand kurz vor Beginn der US-Handelssitzung seinen Tiefpunkt.

Nach der Veröffentlichung des ISM-PMI fiel der Greenback erneut, da die schwachen Zahlen aus dem verarbeitenden Gewerbe die Erwartungen einer anhaltenden Lockerung der Geldpolitik durch die Fed verstärkten. Der Dollar fand jedoch schnell breitere und stabilere Unterstützung, wahrscheinlich weil die Händler ihre Aufmerksamkeit auf die steigenden Renditen 10-jähriger US-Anleihen sowie die wachsende Risikoaversion und die Nachfrage nach sicheren Häfen richteten.

Am Ende des Tages schloss der USD uneinheitlich und notierte gegenüber den meisten wichtigen Währungen höher, mit Ausnahme des stärkeren EUR und JPY. Der Yen stach besonders hervor und legte aufgrund von Spekulationen über eine Zinserhöhung durch die Bank of Japan (BOJ) kräftig zu, was die Märkte dazu veranlasste, die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung durch die BOJ im Dezember mit etwa 76 % einzupreisen.