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Der ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe stieg im September von 48,7 im August auf 49,1 und lag damit leicht über der Konsensprognose von 49,0, blieb aber den siebten Monat in Folge im negativen Bereich.

Während die Schlagzeilen eine leichte Verbesserung zeigten, malten die zugrunde liegenden Komponenten ein besorgniserregendes Bild der sich verschlechternden Nachfrage.

Wichtigste Erkenntnisse aus dem ISM-Bericht zum verarbeitenden Gewerbe für September

  • Die Schrumpfung im verarbeitenden Gewerbe hält an: Der Index stieg von 48,7 auf 49,1 und lag damit den siebten Monat in Folge unter 50.
  • Die Nachfragesituation hat sich verschlechtert: Die Auftragseingänge fielen mit 48,9 (von 51,4) wieder in den Kontraktionsbereich zurück und kehrten damit die kurze Expansion vom August um.
  • Die Beschäftigungslage blieb schwach: Der Beschäftigungsindex verbesserte sich leicht von 43,8 auf 45,3, blieb aber weiterhin deutlich im Kontraktionsbereich.
  • Die Auswirkungen der Zölle werden stärker: Die Preise blieben mit 61,9 auf einem hohen Niveau, wobei Unternehmen angaben, dass die Zölle ihr Geschäft „ruinieren”.

Link zum offiziellen ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe (September 2025)

Der Bericht zeigte eine weit verbreitete Notlage im verarbeitenden Gewerbe. Nur fünf von 18 Branchen meldeten im September ein Wachstum, gegenüber sieben im August.

Trotz der leichten Verbesserung der Gesamtzahlen zeigten die Details eine deutliche Schwäche. Die Auftragseingänge gingen nach einem Monat des Wachstums zurück und fielen um 2,5 Punkte auf 48,9. Die Exportaufträge fielen von 47,6 auf 43,0, was die anhaltenden Handelsspannungen widerspiegelt.

Die Befragten beschrieben die Lage als „sehr schlecht”, wobei ein Manager aus dem Transportbereich meinte, dass sich die Branche ineiner „Stagflationsphase”befinde, in der die Preise steigen, die Aufträge aber wegen der Zollpolitik zurückgehen.

Besonders besorgniserregend war die Erkenntnis, dass die Zölle nicht nur zu Kostensteigerungen, sondern auch zu Betriebsstörungen führen – Materialien werden aufgrund von Dokumentationsproblemen an den Grenzen zurückgehalten, und Kunden weigern sich, höhere Preise zu zahlen, was zu einem Einbruch der Auftragslage führt.

Marktreaktionen

US-Dollar gegenüber wichtigen Währungen: 5 Min.

Overlay of USD vs. Major Currencies

Überlagerung des USD gegenüber wichtigen Währungen Chart von TradingView

Da die Schließung der US-Regierung die Veröffentlichung anderer Daten einschränkt, hatte dieser Bericht besonders viel Einfluss auf die Erwartungen an die Fed und hat die Argumente für eine weitere Lockerung angesichts der nach wie vor schwachen Produktion gestärkt.

Der Dollar, der schon durch den schwachen ADP-Arbeitsmarktbericht unter Druck war, erholte sich von seinen Tagestiefstständen, nachdem der ISM-PMI-Gesamtindex besser als erwartet ausfiel.

Er machte daraufhin seine restlichen Verluste aus der US-Handelssitzung wieder wett, wahrscheinlich unterstützt durch einige Positionsglättungen, da sich die Händler auf Volatilität aufgrund des ungewissen Zeitplans für die Schließung einstellten.

Der Dollar gab zum Londoner Handelsschluss wieder etwas nach, schloss aber dennoch gegenüber den meisten wichtigen Währungen, mit Ausnahme des Pfunds und des Kiwis, höher.