This article has been translated from English to German.
Die Bank of England hat ihren Leitzins in einer knappen Entscheidung bei 3,75 % belassen, wobei vier Mitglieder für eine sofortige Senkung gestimmt haben. Die geteilte Abstimmung und die zurückhaltende Prognose deuten darauf hin, dass der Druck zur Lockerung zunimmt, da sich die Inflation dem Zielwert nähert.
Wichtigste Erkenntnisse
- Politische Entscheidung: Der geldpolitische Ausschuss (MPC) stimmte mit 5:4 Stimmen dafür, den Leitzins bei 3,75 % zu belassen, wobei vier Mitglieder eine Senkung um 25 Basispunkte auf 3,5 % bevorzugten.
- Inflationsausblick: Der Verbraucherpreisindex dürfte bis zum zweiten Quartal 2026 stark auf 2,1 % fallen (von 3,4 % im Dezember), was vor allem auf die Energiemaßnahmen aus dem Haushalt 2025 zurückzuführen ist.
- Forward Guidance: Der Ausschuss signalisiert, dass der Leitzins „wahrscheinlich weiter gesenkt wird”, obwohl „die Entscheidung über eine weitere Lockerung der Geldpolitik schwieriger werden wird”.
- Wachstumsprognose: Das BIP-Wachstum soll sich bis zum letzten Jahr des Prognosezeitraumsallmählich auf etwa 1,9 %verstärken.
- Arbeitsmarkt: Die Arbeitslosenquote wird voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2026 mit rund 5,3 % ihren Höchststand erreichen und dann wieder sinken.
- Lohnwachstum: Das zielkonforme Lohnwachstum wird auf etwa 3,25 % geschätzt und liegt damit nahe am aktuellen Lohnwachstum im privaten Sektor von 3,6 %.
Die Bank of England hat zwar technisch gesehen ihren geldpolitischen Kurs beibehalten, aber die Entscheidung fiel mit 5 zu 4 Stimmen knapp aus und war damit uneiniger als erwartet (6 zu 3 oder 7 zu 2), was die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung im März erhöht.
Die eher zurückhaltenden MPC-Mitglieder Sarah Breeden, Swati Dhingra, Dave Ramsden und Alan Taylor sprachen sich für eine Senkung der Kreditkosten um 0,25 % aus, während Andrew Bailey, Megan Greene, Clare Lombardelli, Catherine Mann und Huw Pill es vorzogen, die Zinsen unverändert zu lassen.
Besonders wichtig ist, dass die veränderte Stimmung im Ausschuss weniger auf die aktuellen Daten zurückzuführen zu sein scheint, sondern eher auf die neuen Analyserahmen, die im geldpolitischen Bericht vom Februar vorgestellt wurden.
Drei Hauptfaktoren scheinen die Debatte beeinflusst zu haben:
- Analyse des zielkonformen Lohnwachstums: Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass ein mit dem Inflationsziel von 2 % vereinbares Lohnwachstum bei etwa 3,25 % liegt – knapp unter dem aktuellen Lohnwachstum im privaten Sektor von 3,6 %.
- Studie zum Lohnfestsetzungsverhalten: Eine maschinelle Analyse der Lohnfestsetzungsmuster ergab kaum Anhaltspunkte für strukturelle Veränderungen in der Art und Weise, wie britische Unternehmen die Löhne festlegen, was einem wichtigen Argument der Falken entgegensteht.
- Unsicherheit hinsichtlich der Produktionslücke: Der Bericht räumt eine größere Unsicherheit bei der Schätzung der Kapazitätsreserven ein und geht gleichzeitig von einer etwas größeren Produktionslücke während des gesamten Prognosezeitraums aus als noch im November.
Link zum vierteljährlichen geldpolitischen Bericht der BOE (Februar 2026)
Während der Pressekonferenz bekräftigte BOE-Gouverneur Bailey, dass er „in den kommenden Sitzungen die Frage stellen werde, ob eine Senkung gerechtfertigt ist” und „Spielraum für eine weitere Lockerung der Geldpolitik” sehe. Er erwähnte auch, dass „die Risiken einer anhaltenden Inflation offenbar weiter zurückgegangen sind”.
Link zur Pressekonferenz der BOE (Februar 2026)
Die vom Markt implizierten Wahrscheinlichkeiten für eine Zinssenkung im März scheinen nach der heutigen Entscheidung deutlich gestiegen zu sein, wobei Analysten darauf hinweisen, dass die knappe Abstimmung und die zurückhaltende Prognose die Hürde für eine kurzfristige Lockerung gesenkt haben.
Marktreaktionen
Britisches Pfund gegenüber wichtigen Währungen: 5 Minuten

Überlagerung des GBP -Charts gegenüber den wichtigsten Währungen Schneller mit TradingView
Das Pfund, das in den Stunden vor der Ankündigung der BOE leicht gestiegen war, schwächte sich nach der Veranstaltung auf breiter Front ab, da die überraschend zurückhaltende Abstimmung des MPC und die vorsichtige Forward Guidance die Erwartungen einer Lockerung wiederbelebten.
Das GBP verzeichnete seine stärksten Verluste gegenüber dem USD (-0,70 %) und setzte seinen Abverkauf nach der Pressekonferenz fort. Die britische Währung erlebte einen kurzen Aufschwung, als Baileys Äußerungen darauf hindeuteten, dass die Entscheidung im März eine Live-Entscheidung sein würde, doch der Abwärtsdruck nahm zu, als die Märkte ihre Zinsprognosen neu kalibrierten.
Das Pfund Sterling verzeichnete auch gegenüber dem JPY (-0,63 %) und dem CHF (-0,52 %) deutliche Verluste, konnte jedoch im Laufe der Londoner Handelssitzung einen Teil seiner Verluste gegenüber dem AUD (-0,27 %) und dem NZD (-0,41 %) wieder wettmachen.
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