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Mach Platz, Jay Powell – es gibt einen neuen Sheriff in der Stadt (naja, vielleicht). Die Finanzprognosemärkte sind plötzlich in Aufruhr und sehen den Gouverneur der US-Notenbank, Christopher Waller, als Favoriten für den Posten des nächsten Fed-Vorsitzenden, sodass seine Mutter endlich etwas Interessantes in ihrem Buchclub erzählen kann. Seine Chancen sind kürzlich zum ersten Mal über die 50-Prozent-Marke gesprungen und lassen ehemalige Größen wie Kevin Warsh und Kevin Hassett in der geldpolitischen Versenkung verschwinden.

Warum bekommt Waller so viel Aufmerksamkeit? Nun, Gerüchten zufolge sind Trumps Berater von seiner Bereitschaft beeindruckt, die wirtschaftliche Lage vorherzusagen, anstatt nur den gestrigen Regenguss zu kommentieren. Waller ist bekannt dafür, dass er auf der Grundlage der aktuellen Lage und nicht nur der Vergangenheit auf reaktionsschnellere – und, wenn man so will, mutigere – geldpolitische Maßnahmen drängt.

Was könnte Waller für die Geldpolitik bedeuten?

Wenn du Devisenhändler bist oder dich einfach nur für Zinssätze interessierst (jeder hat so seine Vorlieben), wird es jetzt spannend: Wallers jüngste Gegenstimmen und Äußerungen schreien geradezu: „Lasst uns die Zinsen lieber früher als später senken!“ Bei der letzten Sitzung der US-Notenbank stach er wie eine Taube in einer Herde Falken hervor und sprach sich für eine Zinssenkung aus, während seine Kollegen sich zurückhaltend zeigten. Er argumentierte, dass der aktuelle Leitzins „1,25 bis 1,50 Prozentpunkte über dem neutralen Niveau“ liege, was seiner Meinung nach viel zu restriktiv sei, wenn das Wachstum schwach ist und der Arbeitsmarkt nur „oberflächlich betrachtet gut“ ist – mit Risiken, die unter der Oberfläche brodeln.

Waller argumentiert: Das BIP-Wachstum kommt kaum voran, die Arbeitslosigkeit liegt genau im Zielbereich der Fed, und die Inflation (wenn man die einmaligen Zollerhöhungen außer Acht lässt) scheint ihr Ziel zu erreichen. Warum also weiterhin mit Zinssenkungen zögern?

Auswirkungen auf den Devisenmarkt: Die Musiker in der Währungsbörse können loslegen

Sollte Wallers Ernennung Realität werden, ist eine Änderung des Tons der US-Geldpolitik wahrscheinlich – weniger schwere Oper, mehr entspannter Jazz. Devisenhändler haben bereits einen Hauch von dovish wahrgenommen: Wallers öffentliche Offenheit für Zinssenkungen hat den Dollar kürzlich nach unten gedrückt, an der Wall Street für Jubel gesorgt und eine moderate Risikobereitschaft für Nicht-Dollar-Währungen ausgelöst.

Was bedeutet das für den Dollar? Wenn Waller Powell ersetzt, ist es wahrscheinlicher, dass wir früher Zinssenkungen sehen werden, als die Märkte ursprünglich erwartet hatten. Das bedeutet:

  • Dollar-Bullen könnten anfangen, sich in Risikomanagement-Yoga zu üben.
  • Euro- und Yen-Händler könnten etwas Rückenwind bekommen, wenn der Greenback schwächer wird.
  • Risikoreiche Anlagen könnten ihren Aufwärtstrend fortsetzen... es sei denn, das globale Wachstum gerät erneut ins Stocken.

Aber versteh das nicht falsch: Waller ist nicht der Weihnachtsmann mit einem Sack voller Zinssenkungen – er ist sich klar darüber, dass die Geldpolitik nicht aus politischen Gründen oder als Allheilmittel gegen Einkommensungleichheit eingesetzt werden sollte. Seine Hauptaufgabe? Schnell und klar auf tatsächliche wirtschaftliche Signale zu reagieren, nicht auf politische heiße Luft.

Wenn Waller den Fed-Vorsitz übernimmt, steigt die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung durch die Fed – was „langweilige Zentralbankreden” für Devisenhändler weltweit vielleicht etwas weniger langweilig machen würde. Der Dollar dürfte einen holprigeren, „flexibleren” Weg vor sich haben, wobei die Politik eher von Prognosen als von starren Rückspiegeln geleitet wird. Aber hey, das sind alles nur Wahrscheinlichkeiten – denn wenn es um die Fed geht, ist nichts jemals zu 100 % sicher (außer vielleicht die Wahrscheinlichkeit, dass sich jemand über die Zinsen beschwert, egal wie sie stehen).

Haftungsausschluss: Dieser Artikel dient ausschließlich zu Bildungs- und Unterhaltungszwecken. Er stellt keine Anlage- oder Handelsempfehlung dar. Bitte konsultieren Sie Ihren bevorzugten qualifizierten Finanzberater – oder Ihren Goldfisch – bevor Sie Handelsentscheidungen treffen.