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Chinas Verbraucherpreisindex für August zeigte einen stärkeren Rückgang des Preisniveaus um 0,4 % im Vergleich zum Vorjahr, während ein Rückgang von 0,2 % erwartet worden war. Der Erzeugerpreisindex entsprach mit einem Rückgang von 2,9 % den Erwartungen.
Wichtige Erkenntnisse aus den chinesischen CPI- und PPI-Berichten
- Der Verbraucherpreisindex fiel im Augustum 0,4 % gegenüber dem Vorjahr und lag damit unter der Konsensschätzung von -0,2 %.
- Der Kern-VPI stieg im Vergleich zum Vorjahrum 0,9 % und erreichte damit den höchsten Stand seit Februar 2024.
- Die Erzeugerpreise fielen im Jahresvergleichum 2,9 % und entsprachen damit den Erwartungen, blieben aber das dritte Jahr in Folge im deflationären Bereich.
- Die Lebensmittelpreise sind im Augustweiter auf -4,3 %gefallen, nachdem sie im Juli bei -2,7 % lagen.
- Haushaltsgeräte und Bekleidung verzeichneten einen deutlichen Preisanstieg von 4,6 % bzw. 1,9 %.
Link zu den offiziellen Inflationsberichten des chinesischen Statistikamtes (August 2025)
Die chinesischen Behörden führten den Rückgang des Gesamt-Verbraucherpreisindexes vor allem auf erhöhte Basiseffekte aus dem Vorjahr und niedrigere Lebensmittelpreise zurück. Analysten weisen jedoch darauf hin, dass sich die Deflation bei langlebigen Konsumgütern von 3,5 % im Juli auf 3,7 % verschärft hat, was auf einen stärkeren Deflationsdruck hindeutet als während der Finanzkrise 2008.
Der Anstieg der Kerninflation auf 0,9 % ist ein wenig ermutigend und könnte die Auswirkungen der Maßnahmen zur Ankurbelung der Nachfrage widerspiegeln, liegt aber immer noch deutlich unter Chinas jährlichem Inflationsziel von etwa 2 % für 2025.
Der anhaltende deflationäre Druck sowohl bei den Verbraucher- als auch bei den Erzeugerpreisen deutet trotz früherer Maßnahmen auf eine grundlegende Schwäche der Binnennachfrage hin, was die Herausforderungen für die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt unterstreicht und die Erwartungen an zusätzliche politische Unterstützung aus Peking erhöht.
Mehrere lokale Regierungen haben aufgrund der raschen Erschöpfung der Mittel bereits ihre Konsumförderungsprogramme ausgesetzt, was die Herausforderungen bei der Ankurbelung des Binnenkonsums verdeutlicht.
Marktreaktionen
Australischer Dollar gegenüber wichtigen Währungen: 5-Minuten-Chart

Überlagerung des AUD gegenüber den wichtigsten Währungen, Chart von TradingView
Der Aussie, der schon zu Beginn der asiatischen Handelssitzung in einem flachen Aufwärtstrend war, legte bei der Veröffentlichung der schwächer als erwartet ausgefallenen chinesischen CPI-Daten noch einen Zahn zu, weil die Zahlen wahrscheinlich die Forderung nach zusätzlichen Konjunkturmaßnahmen zur Abwehr der Deflation unterstützt haben.
Der AUD legte gegenüber den wichtigsten Währungen kräftig zu: Der AUD/CAD stieg um 0,35 %, der AUD/JPY um 0,33 % und der AUD/USD um 0,32 % wenige Stunden nach Veröffentlichung des Berichts.