This article has been translated from English to German.

Der Begriff„Rezession“wird normalerweise mit einem allgemeinen wirtschaftlichen Abschwung in Verbindung gebracht, der weitreichende Folgen für die Beschäftigung, die Investitionen und die gesamte Wirtschaftstätigkeit haben kann.

Ein verwandtes Konzept, das weniger beachtet wird, aber für Anleger dennoch wichtig zu verstehen ist, ist die„Gewinnrezession“.

Dieser Begriff beschreibt eine längere Phase sinkender Unternehmensgewinne und kann Einblicke in die Gesundheit der Gesamtwirtschaft und der Finanzmärkte geben.

Stellen Sie sich vor, Sie haben eine Reihe von großen Unternehmen (denken Sie an die Unternehmen im S&P 500) und deren Gewinne beginnen zu sinken. Wir sprechen hier von zwei oder mehr aufeinanderfolgenden Quartalen, in denen die Gewinne dieser Unternehmen rückläufig sind. Das bezeichnen wir als Gewinnrezession.

Diese Rückgänge können von einer Handvoll Spielverderbern verursacht werden – sinkende Nachfrage (Kunden, die sich zieren), steigende Kosten (wenn der Dollar nicht mehr so viel wert ist wie früher) und andere Spielverderber, die den Unternehmensgewinnen einen Dämpfer versetzen.

Was ist eine Gewinnrezession?

Eine Gewinnrezession tritt ein, wenn die Unternehmensgewinne oder -erträge in einem bedeutenden Teil der Wirtschaft nachhaltig zurückgehen.

Sie wird oft als zwei oder mehr aufeinanderfolgende Quartale mit einem Rückgang der Gewinne gegenüber dem Vorjahr bei einer beträchtlichen Anzahl von Unternehmen definiert.

Am häufigsten wird sie im Zusammenhang mit börsennotierten Unternehmen erwähnt, insbesondere solchen, die in den wichtigsten Aktienindizes wie dem S&P 500 oder dem Dow Jones Industrial Average enthalten sind.

Eine Gewinnrezession kann verschiedene Ursachen haben, darunter sinkende Nachfrage, steigende Kosten, Überproduktion, geopolitische Unsicherheiten, regulatorische Änderungen oder verschiedene andere wirtschaftliche Belastungen.

Die Auswirkungen dieser Faktoren können zu geringeren Umsätzen, geringeren Margen oder sogar zu Verlusten führen und damit die Gewinne nach unten drücken.

Obwohl eine Gewinnrezession denselben Namen trägt wie eine wirtschaftliche Rezession – definiert als zwei oder mehr aufeinanderfolgende Quartale mit negativem BIP-Wachstum –, sind die beiden nicht immer miteinander verbunden.

Eine Gewinnrezession führt nicht automatisch zu einer wirtschaftlichen Rezession, kann jedoch ein Warnsignal für umfassendere wirtschaftliche Probleme sein.

Umgekehrt bedeutet eine wirtschaftliche Rezession nicht, dass alle Unternehmen einen Gewinnrückgang verzeichnen werden; bestimmte Branchen oder Unternehmen können unter solchen Bedingungen sogar florieren.

Fallstudien zu Gewinnrückgängen

Um das Konzept einer Gewinnrezession besser zu verstehen, schauen wir uns drei Beispiele aus der Vergangenheit an:

Das Platzen der Dotcom-Blase (2000–2002)

Der Zusammenbruch der internetbasierten „Dotcom”-Unternehmen zur Jahrtausendwende führte zu einer erheblichen Gewinnrezession.

Nach Jahren spekulativer Investitionen wurde die Realität unzureichender Gewinne deutlich, was zu einem starken Rückgang der Unternehmensgewinne führte, insbesondere im Technologiesektor.

Der S&P 500, ein Referenzindex für große US-Unternehmen, verzeichnete eine Gewinnrezession, die mehrere Quartale andauerte und zu einem Gewinnrückgang von bis zu 50 % gegenüber dem Vorjahr führte.

Die globale Finanzkrise (2008–2009)

Die Subprime-Kreditkrise und die darauf folgenden Turbulenzen an den Finanzmärkten führten zu einem breit angelegten Gewinnrückgang.

In dieser Zeit sind die Unternehmensgewinne wegen der schlechten Geschäftsbedingungen, angespannten Kreditmärkte und schwachen Konsumausgaben stark eingebrochen.

Große Finanzinstitute mussten erhebliche Verluste hinnehmen, und auch Branchen außerhalb des Finanzsektors, wie die Automobilindustrie und das verarbeitende Gewerbe, verzeichneten Gewinneinbrüche.

Die COVID-19-Pandemie (2020–2021)

Die weltweite COVID-19-Pandemie hat zu einem starken, aber relativ kurzen Gewinnrückgang geführt.

Reisebeschränkungen, Lockdowns und der Rückgang der Konsumausgaben trafen viele Branchen hart und führten in der ersten Hälfte des Jahres 2020 zu einem deutlichen Einbruch der Unternehmensgewinne.

Aber wie eine Katze mit neun Leben erholten sich viele Branchen schneller als erwartet. Aggressive fiskal- und geldpolitische Maßnahmen in Verbindung mit einer gestiegenen Nachfrage in Sektoren wie Technologie und Gesundheitswesen ermöglichten in vielen Branchen eine schneller als erwartete Erholung der Gewinne. Es zeigt sich, dass Pandemien gut für Online-Shopping und das Binge-Watching neuer TV-Serien sind.

Zusammenfassung

Das Verständnis des Konzepts einer Gewinnrezession ist sowohl für die makroökonomische Analyse als auch für individuelle Anlageentscheidungen von entscheidender Bedeutung.

Eine Gewinnrezession ist zwar nicht immer ein Vorbote oder eine Folge einer allgemeinen wirtschaftlichen Rezession, aber sie zeigt, dass es im Unternehmenssektor Probleme gibt, die sich stark auf die Aktienmärkte auswirken können.