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Die US-Wirtschaft ist im zweiten Quartal 2025 um 3,8 % gewachsen, wie aus der dritten BIP-Schätzung hervorgeht, die am Donnerstag veröffentlicht wurde. Das ist eine deutliche Aufwärtskorrektur gegenüber der vorherigen Schätzung von 3,3 % und das schnellste Wachstum seit dem dritten Quartal 2023.
Der stärkere Wert ist vor allem auf eine Aufwärtskorrektur der Konsumausgaben zurückzuführen, die von zuvor gemeldeten 1,6 % auf 2,5 % gestiegen sind.
Wichtigste Erkenntnisse aus dem BIP-Bericht für das zweite Quartal 2025
- BIP-Wachstum: Das reale BIP im zweiten Quartal lag endgültig bei 3,8 % (gegenüber 3,3 % in der vorherigen Schätzung und 3,0 % in der vorläufigen Schätzung).
- Konsumausgaben: Auf 2,5 % Wachstum nach oben korrigiert (von zuvor 1,6 %)
- Auswirkungen des Handels: Die Importe haben weniger als vorher geschätzt zum Wachstum beigetragen, während der Außenhandel 4,83 Prozentpunkte zum Wachstum beigetragen hat
- Unternehmensgewinne: Steigerung um 6,8 Mrd. USD im 2. Quartal, allerdings gegenüber der vorherigen Schätzung um 58,7 Mrd. USD nach unten korrigiert
- Inflation: PCE-Preisindex 2,1 %, Kern-PCE 2,6 % (beide um 0,1 Prozentpunkte nach oben korrigiert)
Link zur endgültigen BEA-Schätzung des BIP für das zweite Quartal 2025
In einem separaten Bericht erholten sich die Bestellungen für langlebige Güter in den USA im August stark und stiegen nach zwei aufeinanderfolgenden monatlichen Rückgängen um 2,9 %.
Der Anstieg wurde durch einen sprunghaften Anstieg der Flugzeugbestellungen angetrieben, wobei die Bestellungen für Verteidigungsflugzeuge um 50,1 % und die Bestellungen für Nicht-Verteidigungsflugzeuge um 21,6 % zunahmen.
Noch wichtiger für Beobachter der Fed ist, dass die Kernaufträge für Investitionsgüter (ohne Verteidigungsgüter und Flugzeuge) um 0,6 % gestiegen sind und damit die Dynamik des Anstiegs von 0,8 % im Juli beibehalten haben, obwohl die Lieferungen um 0,3 % zurückgingen.
Link zum Bericht des Census Bureau über langlebige Güter
Unterdessen gingen die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung in der Woche zum 20. September um 14.000 auf 218.000 zurück und lagen damit deutlich unter der Konsensschätzung von 235.000.
Die Zahl der Folgeanträge ging um 2.000 auf 1,926 Millionen zurück.
Link zu den Daten des Arbeitsministeriums zu den Arbeitslosenanträgen
Marktreaktionen
US-Dollar gegenüber wichtigen Währungen: 5-Minuten-Chart

Überlagerung des USD gegenüber den wichtigsten Währungen, Grafik von TradingView
Der Dollar schoss nach der Veröffentlichung der Daten sofort in die Höhe, wobei USD/JPY und USD/CHF die Aufwärtsbewegung anführten, da die Händler auf die über den Erwartungen liegende Revision des BIP und den starken Rückgang der Arbeitslosenanträge reagierten. Der anfängliche Anstieg führte dazu, dass der Dollar gegenüber allen wichtigen Währungen zulegte.
Nach der ersten Stunde gab der USD gegenüber seinen anfänglichen Höchstständen leicht nach, wahrscheinlich weil einige Händler Gewinne mitnahmen. Dies erwies sich jedoch nur als kurze Pause. Die Aufwärtsdynamik setzte sich im Laufe der Sitzung fort und verstärkte sich sogar, sodass der Dollar nahe seinen Tageshöchstständen blieb.
Die anhaltende Nachfrage spiegelte wahrscheinlich eine Kombination verschiedener Faktoren wider:
- Die deutliche Aufwärtskorrektur des BIP auf 3,8 % überraschte selbst die Optimisten.
- Der Rückgang der Arbeitslosenanträge auf 218.000 deutete darauf hin, dass der Arbeitsmarkt trotz der jüngsten Bedenken der Fed robust blieb.
- Die Erholung der Aufträge für langlebige Güter, insbesondere der solide Anstieg bei den Kernkapitalgütern, untermauerte die Einschätzung, dass die US-Wirtschaft ihre beträchtliche Dynamik beibehalten hat.
Der Dollar schloss gegenüber allen wichtigen Währungen im Plus, mit besonders starken Gewinnen gegenüber den Rohstoffwährungen. Die Kursentwicklung des Tages deutete darauf hin, dass die Händler angesichts der offensichtlichen Stärke der Wirtschaft neu überlegten, ob die Zinssenkung der Fed im September verfrüht war, was den Spielraum für eine aggressive Lockerung in Zukunft möglicherweise einschränken könnte.