This article has been translated from English to German.
Der US-Fertigungssektor hat ein turbulentes Jahr 2025 mit anhaltender Schwäche im Dezember abgeschlossen, als der ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe auf 47,9 % fiel und damit den niedrigsten Wert des Jahres und den zehnten Monat in Folge mit rückläufiger Entwicklung erreichte.
Wichtigste Erkenntnisse
- Der PMI für das verarbeitende Gewerbe fiel von 48,2 % auf 47,9 % und erreichte damit den niedrigsten Stand seit Oktober 2024.
- Die Auftragseingänge blieben mit 47,7 % den vierten Monat in Folge im negativen Bereich, verbesserten sich aber leicht von 47,4 %.
- Die Produktion wuchs mit 51,0 % gegenüber 51,4 %kaum, während die Beschäftigung mit 44,9 % den elften Monat in Folge schrumpfte.
- Die Preise blieben mit 58,5 %auf dem hohen Niveau vom November und deuten auf anhaltenden Inflationsdruck durch Zölle und Rohstoffkosten hin.
- Nur zwei Branchen meldeten ein Wachstum: Elektrogeräte, Haushaltsgeräte und Komponenten sowie Computer und Elektronikprodukte
Die Produktion lag mit 51,0 % zwar technisch gesehen immer noch im Wachstumsbereich, verlor aber mit einem Rückgang um 0,4 Prozentpunkte an Schwung. Noch beunruhigender ist, dass die Auftragseingänge nun seit vier Monaten in Folge unter der kritischen 50-Punkte-Marke liegen, was darauf hindeutet, dass die Nachfrageschwäche bis Anfang 2026 anhalten könnte.
Die Beschäftigungslage blieb besonders schwierig, wobei der Index mit 44,9 % den elften Monat in Folge einen Rückgang der Beschäftigtenzahl anzeigt. Die Befragten gaben an, dass die Steuerung der Mitarbeiterzahlen durch Fluktuation und Entlassungen weiterhin die vorherrschende Strategie sei, wobei die Unternehmen angesichts der anhaltenden Unsicherheit wenig Interesse an Neueinstellungen zeigten.
Link zum offiziellen ISM-PMI-Bericht für das verarbeitende Gewerbe (Dezember 2025)
Der Preisindex blieb mit 58,5 % den zweiten Monat in Folge auf einem hohen Niveau, was darauf hindeutet, dass der Kostendruck die Hersteller weiterhin vor Herausforderungen stellt. Der Bericht hob hervor, dass die Preissteigerungen bei Stahl und Aluminium in Verbindung mit Zöllen auf importierte Waren weiterhin die Preise entlang der gesamten Wertschöpfungskette in die Höhe treiben.
Der Kundenbestandsindex blieb mit 43,3 % weiterhin im Bereich „zu niedrig” und stieg damit gegenüber 44,7 % im November an. Dies wird zwar in der Regel als positives Signal für die zukünftige Produktion angesehen, doch angesichts der schwachen Auftragseingänge deutet dies darauf hin, dass die Kunden ihre Lagerbestände aufgrund der wirtschaftlichen Unsicherheit eher gering halten, anstatt mit einer stärkeren Nachfrage zu rechnen.
Marktreaktionen
US-Dollar gegenüber wichtigen Währungen: 5-Minuten-Chart

Überlagerung des USD gegenüber den wichtigsten Währungen, Grafik von TradingView
Der enttäuschende ISM-Bericht hat zu einer allgemeinen Schwäche des US-Dollars geführt, wobei alle wichtigen Währungspaare nach der Veröffentlichung einen Wertverlust des Dollars verzeichneten.
Der USD verlor in der ersten Handelsstunde gegenüber allen wichtigen Währungen an Wert, wobei die deutlichsten Bewegungen gegenüber dem britischen Pfund (-0,66 %), dem Schweizer Franken (-0,59 %) und dem neuseeländischen Dollar (-0,47 %) zu verzeichnen waren, was darauf hindeutet, dass die Anleger die Daten als Hinweis auf eine erhöhte Wahrscheinlichkeit von Zinssenkungen durch die Federal Reserve Anfang 2026 interpretierten.
Der Euro (-0,34 %) und der Yen (-0,26 %) zeigten eine moderatere, aber dennoch spürbare Schwäche gegenüber dem Dollar. Selbst der kanadische Dollar (-0,03 %) legte leicht zu, obwohl er mit eigenen wirtschaftlichen Herausforderungen zu kämpfen hat, die eng mit der Nachfrage im US-Fertigungssektor zusammenhängen.