This article has been translated from English to German.
Der US-Privatsektor hat im September überraschend 32.000 Jobs verloren, obwohl eigentlich ein Zuwachs von 54.000 erwartet wurde, wie aus dem National Employment Report von ADP hervorgeht. Das zeigt, dass die Arbeitgeber wegen der anhaltenden wirtschaftlichen Unsicherheit immer vorsichtiger werden.
Der Rückgang ist eine deutliche Kehrtwende gegenüber den letzten Monaten und verstärkt die Anzeichen für eine Abkühlung des Arbeitsmarktes zu Beginn des vierten Quartals. Die Breite der Arbeitsplatzverluste in den meisten Branchen und Unternehmensgrößen zeigt, dass die Einstellungstätigkeit überall zurückgeht.
Wichtigste Erkenntnisse:
- Die Beschäftigung im privaten Sektor ging im September um 32.000 zurück, was den ersten monatlichen Rückgang seit Oktober 2024 darstellt.
- Das jährliche Lohnwachstum für Beschäftigte, die ihren Arbeitsplatz behielten, blieb mit 4,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr stabil, während sich das Lohnwachstum für Beschäftigte, die den Arbeitsplatz wechselten, von 7,1 Prozent im August auf 6,6 Prozent verlangsamte.
- Der Dienstleistungssektor war mit einem Verlust von 28.000 Arbeitsplätzen am stärksten betroffen, angeführt von Rückgängen in den Bereichen Freizeit/Gastgewerbe (-19.000), freiberufliche/unternehmensbezogene Dienstleistungen (-13.000) und Finanzdienstleistungen (-9.000).
- Große Unternehmen (mit mehr als 500 Mitarbeitern) schufen 33.000 neue Stellen, während kleine und mittlere Unternehmen zusammen 60.000 Stellen abbauten.
- Die regionalen Unterschiede haben sich vergrößert: Im Mittleren Westen gingen 63.000 Jobs verloren, während im Nordosten 21.000 neue Jobs entstanden sind.
- Durch eine Überarbeitung der Benchmark wurde die Zahl der Arbeitsplätze im August von 54.000 auf -3.000 korrigiert, was darauf hindeutet, dass die Schwäche des Arbeitsmarktes früher als bisher angenommen einsetzte.
Link zum offiziellen ADP-Arbeitsmarktbericht für September 2025
Besonders auffällig ist die starke Diskrepanz zwischen großen und kleinen Arbeitgebern. Während Unternehmen mit 500 oder mehr Mitarbeitern 33.000 neue Stellen schufen, bauten kleine Unternehmen (1–49 Mitarbeiter) 40.000 Stellen ab und mittelständische Unternehmen (50–499 Mitarbeiter) 20.000.
Dieses Muster deutet darauf hin, dass größere Unternehmen möglicherweise besser in der Lage sind, ihr Einstellungsniveau aufrechtzuerhalten, oder andere strategische Prioritäten verfolgen als kleinere Unternehmen, die mit geringeren Margen und wirtschaftlicher Unsicherheit konfrontiert sind.
Außerdem hat die vorläufige Neubewertung von ADP, die auf den Daten der vierteljährlichen Beschäftigungs- und Lohnstatistik für 2024 basiert, gezeigt, dass der Arbeitsmarkt schwächer ist als ursprünglich gemeldet. Die Korrektur führte zu einem Rückgang von 43.000 Arbeitsplätzen im September und verwandelte den ursprünglich positiven Zuwachs von 54.000 Arbeitsplätzen im August in einen Verlust von 3.000 Arbeitsplätzen.
Auch die Lohndynamik zeigte im September eine anhaltende Abschwächung. Während die Löhne der Beschäftigten, die ihren Arbeitsplatz behielten, im Jahresvergleich stabil bei 4,5 Prozent blieben, verlangsamte sich der Lohnanstieg für Wechselwillige von 7,1 Prozent im August auf 6,6 Prozent. Am stärksten war der Rückgang der Löhne für Wechselwillige in den Bereichen Freizeit und Gastgewerbe sowie Finanzdienstleistungen.
Marktreaktion:
US-Dollar gegenüber wichtigen Währungen: 5-Minuten-Chart

Überlagerung des USD gegenüber den wichtigsten Währungen, Grafik von TradingView
Der Dollar, der bis zur Veröffentlichung der ADP-Arbeitsmarktdaten gegenüber einigen seiner Gegenwährungen leicht gestiegen war, gab nach, als der überraschende Rückgang der Einstellungen im September und die Abwärtskorrektur der August-Zahlen bekannt wurden.
Die Verluste waren aber begrenzt, weil die Händler wahrscheinlich auf die Veröffentlichung des ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe später am Tag gewartet haben. Dieser Bericht entsprach weitgehend den Erwartungen, sodass sich der Dollar im weiteren Tagesverlauf allmählich erholen konnte.
Der USD konnte seine Verluste nach der ADP-Veröffentlichung gegenüber dem CHF (+0,41 %), dem EUR (+0,27 %) und dem CAD (+0,24 %) wieder wettmachen, blieb aber gegenüber dem JPY (-0,14 %), dem AUD (-0,04 %) und dem NZD (-0,15 %) im Minus.