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Die Europäische Währungseinheit (ECU) war eine künstliche „Korbwährung“, die von den Ländern der Europäischen Union (EU) als interne Rechnungseinheit benutzt wurde.

Die „Korbwährung“ wurde nach dem Anteil jedes Landes an der EU-Gesamtleistung gewichtet.

Die Währungen waren der belgische Franken, die deutsche Mark, die dänische Krone, die spanische Peseta, der französische Franken, das britische Pfund, die griechische Drachme, das irische Pfund, die italienische Lira, der luxemburgische Franken, der niederländische Gulden und der portugiesische Escudo.

Der Begriff „Écu” ist ein Wort und bezeichnet im Französischen eine alte französische Münze. Das ISO-4217-Symbol für den ECU war „XEU”.

Der ECU wurde am 13. März 1979 von der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG), der Vorgängerin der Europäischen Union, als Rechnungseinheit für den Währungsraum des Europäischen Währungssystems (EWS) eingeführt.

Der ECU wurde von der EWG mit dem Ziel geschaffen, ihn schließlich zur einheitlichen Währung einer vereinigten westeuropäischen Wirtschaft zu machen.

Der Wert des ECU wurde verwendet, um die Wechselkurse und Reserven zwischen den Mitgliedern des EWS festzulegen, aber er war immer nur eine Rechnungseinheit und keine echte Währung.

Er wurde zwar nicht im normalen Zahlungsverkehr verwendet, fand jedoch zunehmend Verwendung im kommerziellen Bankgeschäft. Aufgrund seiner relativen Stabilität eignete er sich besser als nationale Währung für die Festlegung von Vertragsbedingungen.

Anfang der 1990er Jahre war er vor allem auf dem internationalen Anleihemarkt wichtig, wo er nach dem US-Dollar die am zweithäufigsten verwendete Währung war.

Der ECU war der Vorläufer der neuen einheitlichen Währung der Europäischen Union, des Euro, der am 1. Januar 1999 eingeführt wurde.