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Der US-Verbraucherpreisindex ist im Juli 2025 um 0,2 % gegenüber dem Vormonat gestiegen, sodass die jährliche Gesamtinflationsrate bei 2,7 % liegt – was weitgehend den Erwartungen der Ökonomen entspricht. Der Kern-VPI, der die volatilen Lebensmittel- und Energiepreise ausklammert, stieg um 0,3 % gegenüber dem Vormonat und um 3,1 % gegenüber dem Vorjahr und lag damit im Rahmen der Prognosen.

Die relativ moderaten Inflationsdaten bestätigten den begrenzten Einfluss der Zölle auf den allgemeinen Preisdruck und gaben der Fed Spielraum, mit geldpolitischen Lockerungsmaßnahmen auf die schwächere Lage am Arbeitsmarkt zu reagieren.

Wichtigste Erkenntnisse aus dem US-Verbraucherpreisindex:

  • Gesamt-VPI: +0,2 % im Monatsvergleich, +2,7 % im Jahresvergleich (im Rahmen der Erwartungen)
  • Kern-VPI: +0,3 % im Monatsvergleich, +3,1 % im Jahresvergleich (im Einklang mit den Prognosen)
  • Die Energiepreise sind im Monatsvergleichum 1,1 % gesunken, was einen disinflationären Druck ausübte.
  • Die Lebensmittelpreise blieben im Monatsvergleichunverändert und trugen nicht wesentlich zur Gesamtinflation bei.
  • Die Wohnkosten gingen auf nur +0,2 % im Monatsvergleichzurück, wobei die Komponente „Wohnen” ermutigende Anzeichen einer Abkühlung zeigte.
  • Zollabhängige Güter zeigten gemischte Ergebnisse: Die Kernpreise ohne Autos stiegen nur um 0,2 % im Monatsvergleich, nachdem sie im Juni um 0,55 % gestiegen waren.
  • Die Dienstleistungsinflation hielt an, wobei die Flugpreise um 4,0 % gegenüber dem Vormonat und die Kosten für medizinische Versorgung um 0,7 % stiegen.

Link zum offiziellen US-Verbraucherpreisindex für Juli

Trotz weit verbreiteter Sorgen über den Inflationsdruck durch die jüngsten handelspolitischen Maßnahmen deuten die Juli-Daten darauf hin, dass die Unternehmen weiterhin den größten Teil der Zollkosten absorbieren, anstatt sie an die Verbraucher weiterzugeben. Die Sektoren, die am stärksten von Importzöllen betroffen sind, verzeichneten relativ moderate Preisanstiege:

Haushaltsgeräte gingen überraschenderweise um 0,9 % gegenüber dem Vormonat zurück, während Bekleidung nur um 0,1 % und Sportartikel um 0,4 % stiegen. Die Preise für Neuwagen blieben trotz erheblicher Zollauswirkungen unverändert, während Gebrauchtwagen nach vier Rückgängen in Folge um 0,5 % stiegen.

Markt

US-Dollar gegenüber wichtigen Währungen: 5 Minuten

Overlay of USD vs. Majors Chart by TradingView

Überlagerung des USD-Kurses gegenüber den wichtigsten Währungen, Grafik von TradingView

Der US-Dollar hat nach der Veröffentlichung des Verbraucherpreisindexes (CPI) auf breiter Front nachgegeben, da die Devisenmärkte die Daten als Hinweis auf eine höhere Wahrscheinlichkeit von Zinssenkungen durch die Fed interpretierten. Das CME FedWatch Tool zeigte eine Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung im September von 94,2 %, gegenüber 85,9 % am Tag vor der Veröffentlichung des CPI.

Der USD fiel gegenüber dem EUR um etwa 0,42 % und gegenüber dem GBP um 0,35 %. Die Verluste gegenüber dem JPY blieben mit 0,18 % begrenzt, während der AUD und der CAD jeweils um 0,40 % nachgaben.