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Das vorläufige Bruttoinlandsprodukt (BIP) der USA ist laut dem Bericht des Bureau of Economic Analysis um 3,3 % im Jahresvergleich gewachsen. Das ist eine deutliche Erholung nach dem Rückgang von 0,5 % im ersten Quartal und liegt über der ersten Schätzung von 3,0 %.

Wichtigste Erkenntnisse aus dem BIP-Bericht für das zweite Quartal 2025

  • BIP-Wachstum nach oben korrigiert: Das reale BIP-Wachstum wurde von ursprünglich geschätzten 3,0 % auf 3,3 % nach oben korrigiert, was auf Aufwärtskorrekturen bei den Investitionen und den Verbraucherausgaben zurückzuführen ist.
  • Deutliche Wende im Quartalsvergleich: Die Wirtschaft hat sich von einem Rückgang von 0,5 % im ersten Quartal zu einem robusten Wachstum von 3,3 % im zweiten Quartal gewendet und damit eine der stärksten Quartalswenden der letzten Jahre hingelegt.
  • Importrückgang kurbelt BIP an: Der wichtigste Wachstumsmotor war ein Rückgang der Importe, der sich mathematisch positiv auf die BIP-Berechnungen auswirkt, sowie stärkere Konsumausgaben.
  • Investitionen mit gemischten Ergebnissen: Während die Gesamtinvestitionen nach oben korrigiert wurden, gingen die privaten Lagerinvestitionen zurück, was die Zuwächse bei Ausrüstung und geistigem Eigentum teilweise ausglich.
  • Inflationsdruck lässt nach: Der PCE-Preisindex stieg um 2,0 % im Jahresvergleich und lag damit unter den vorherigen Schätzungen, während der Kern-PCE (ohne Lebensmittel und Energie) stabil bei 2,5 % blieb.
  • Unternehmensgewinne steigen: Die Gewinne aus der aktuellen Produktion stiegen im zweiten Quartal um 65,5 Milliarden US-Dollar, was einen starken Kontrast zum Rückgang von 90,6 Milliarden US-Dollar im ersten Quartal darstellt.
  • Reales BIP übertrifft BIP: Das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg um 4,8 % gegenüber 3,3 % beim BIP, wobei der Durchschnitt der beiden Kennzahlen bei 4,0 % lag.

Link zum vorläufigen BIP-Bericht der USA für das zweite Quartal 2025

Während die Wachstumsrate von 3,3 % die Erwartungen deutlich übertraf und die Widerstandsfähigkeit der US-Wirtschaft zeigte, spiegelte der Hauptgrund für die Korrekturen – sinkende Importe – eher vorübergehende Anpassungen als eine anhaltende Gesamtstärke wider.

Der moderate Anstieg der realen Endverkäufe an private inländische Käufer (1,9 %) deutet darauf hin, dass die zugrunde liegende Binnennachfrage zwar positiv ist, aber weiterhin eher verhalten bleibt. Die Erholung der Unternehmensgewinne könnte auf eine Verbesserung der Geschäftsbedingungen hindeuten, insbesondere nach dem starken Rückgang im ersten Quartal. Die Diskrepanz zwischen dem robusten Wachstum des BNE (4,8 %) und dem BIP (3,3 %) deutet jedoch auf eine gewisse Volatilität bei der Einkommensmessung hin, die sich in den kommenden Quartalen normalisieren könnte.

Marktreaktion

US-Dollar gegenüber wichtigen Währungen: 5-Minuten-Chart

Overlay of USD vs. Major Currencies Chart by TradingView

Überlagerung des USD gegenüber den wichtigsten Währungen, Grafik von TradingView

Anstatt nach den guten Zahlen stark zu steigen, ist der Dollar überall gefallen, weil die Händler erkannt haben, dass die positiven Faktoren für die Wachstumsrevision nur vorübergehend sind. Nach der ersten Reaktion konnte der USD gegenüber seinen Gegenwährungen wieder zulegen, wahrscheinlich weil andere mittlere Daten (Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, vorläufiger BIP-Preisindex) den Erwartungen entsprachen.

Trotzdem konnte die US-Währung ihre Gewinne ein paar Stunden nach der Veröffentlichung des BIP nicht halten und verlor im Laufe der New Yorker Börsensitzung stetig an Wert. Der USD verzeichnete zur Mitte der Sitzung deutliche Verluste gegenüber dem NZD (-0,42 %) und dem EUR (-0,40 %), während er seine Verluste gegenüber dem CHF (-0,10 %) und dem GBP (-0,17 %) begrenzen konnte.