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Der britische Arbeitsmarktbericht zeigte ein schlechteres Bild vom Arbeitsmarkt, weil die Zahl der Arbeitslosenanträge im Oktober mit 29.000 höher als erwartet ausfiel, während die Arbeitslosenquote auf 5,0 % stieg.
Auch das Lohnwachstum verlangsamte sich, wobei der Durchschnittslohnindex von 5,0 % auf 4,8 % sank, anstatt für den Dreimonatszeitraum bis September stabil zu bleiben.
Wichtigste Erkenntnisse
- Die Arbeitslosenquote erreichte in den drei Monaten bis Ende September 20255,0 % und lag damit über den 4,9 %, die von Ökonomen vor der Haushaltsdebatte Ende November prognostiziert worden waren.
- Die Zahl der Beschäftigten sank in der Schätzung von Anfang Oktober im Vergleich zum Vorjahrum 180.000 (0,6 %), mit einem monatlichen Rückgang von 32.000 (0,1 %).
- Das durchschnittliche Lohnwachstum verlangsamte sich im dritten Quartalauf 4,6 % für reguläre Einkommen (ohne Boni), nach 4,7 % in den drei Monaten bis August.
- Die Zahl der offenen Stellen blieb weitgehend unverändert und stieg im Zeitraum August bis Oktober nur geringfügig um 2.000 (0,2 %) auf 723.000.
- Die Beschäftigungsquote sank für die 16- bis 64-Jährigenleicht auf 75,0 % und ging damit im Vergleich zum Vorquartal um 0,2 Prozentpunkte zurück.
- Die wirtschaftliche Inaktivität blieb bei 21,0 % für die Altersgruppe der 16- bis 64-Jährigen und blieb damit gegenüber dem Vorquartal weitgehend unverändert.
Die Verschlechterung der Beschäftigungsbedingungen scheint den zunehmenden Druck auf britische Unternehmen widerzuspiegeln, der durch die im April eingeführten höheren Sozialversicherungsbeiträge für Arbeitgeber und den erhöhten Mindestlohn entstanden ist.
Analysten stellten fest, dass Unternehmen möglicherweise auf die gestiegenen Arbeitskosten mit einer Kombination aus reduzierter Einstellungsaktivität und natürlicher Fluktuation statt mit direkten Entlassungen reagieren.
Link zur offiziellen Übersicht über den britischen Arbeitsmarkt
Marktreaktionen
Britisches Pfund gegenüber wichtigen Währungen: 5 Min.

GBP gegenüber wichtigen Währungen 5-Minuten-Devisen chart von TradingView
Das britische Pfund, das vor der Veröffentlichung der britischen Arbeitsmarktdaten vorsichtig gehandelt worden war, fiel stark, als alle Zahlen im Minus lagen. Die Erwartungen für eine Zinssenkung durch die Bank of England im Dezember scheinen gestiegen zu sein, nachdem der geldpolitische Ausschuss der Bank of England letzte Woche in einer geteilten Entscheidung beschlossen hatte, die Leitzinsen unverändert zu lassen.
Das GBP musste während der restlichen Londoner Handelssitzung gegenüber dem CHF (-0,56 %) erhebliche Verluste hinnehmen und blieb auch gegenüber dem EUR (-0,32 %) unter dem Niveau nach Veröffentlichung des Arbeitsmarktberichts. Gegenüber dem NZD (-0,07 %) konnte die britische Währung jedoch einen Teil ihrer Verluste wieder wettmachen und schloss wenige Stunden nach der Veröffentlichung sogar höher gegenüber dem AUD (+0,26 %).