This article has been translated from English to German.
Die Verbraucherpreise in den USA sind im Juni um 0,3 % gestiegen. Das ist der größte monatliche Anstieg seit fünf Monaten und hat die jährliche Inflationsrate von 2,4 % im Mai auf 2,7 % hochgetrieben.
Dieser Anstieg lag über den Erwartungen von 2,6 % für die jährliche Gesamtinflation und zeigte den zunehmenden Druck durch die Handelspolitik, obwohl die Kerninflation auf Monatsbasis hinter den Schätzungen zurückblieb.
Ohne Lebensmittel- und Energiekosten stieg der Preisdruck gegenüber dem Vormonat um 0,2 % und lag damit über der Prognose von 0,3 %, aber die jährliche Kerninflation stieg trotzdem auf 2,9 %.
Wichtigste Erkenntnisse
- Gesamt-VPI: +0,3 % im Monatsvergleich (gegenüber 0,3 % erwartet), +2,7 % im Jahresvergleich (gegenüber 2,4 % zuvor)
- Kern-VPI: +0,2 % im Monatsvergleich (gegenüber 0,3 % erwartet), +2,9 % im Jahresvergleich (gegenüber 2,8 % zuvor)
- Wohnkosten: Anstieg um 0,2 % im Monatsvergleich, weiterhin Haupttreiber der Inflation
- Energiesektor: Anstieg um 0,9 % bei einem Anstieg der Benzinpreise um 1,0 % im Monatsvergleich
- Lebensmittelinflation: Anstieg um 0,3 % im Monatsvergleich, wobei die Preise für Außer-Haus-Verpflegung um 0,4 % stiegen
- Erste Anzeichen für Zölle: Deutlicher Preisdruck bei Einrichtungsgegenständen (+12,4 % im Jahresvergleich), Freizeitartikeln (+9,7 %) und Bekleidung (+5,3 %)
In mehreren Kategorien gab es erste Anzeichen für tarifbedingte Preissteigerungen. Obst und Gemüse stiegen saisonbereinigt und annualisiert um 11,5 %, während Einrichtungsgegenstände um 12,4 % zulegten, mit breiten Steigerungen bei Möbeln und Haushaltsgeräten.
Link zum offiziellen US-Verbraucherpreisindex (Juni 2025)
Allerdings sorgten einige Faktoren für eine gewisse Entlastung. Die wichtige Komponente „Wohnen”, die mit 40 % im Kern-VPI gewichtet ist, schwächte sich mit einem Anstieg von 0,2 % im Monatsvergleich ab. Die Preise für Neuwagen gingen um 0,3 % zurück, Gebrauchtwagen um 0,7 % und widersetzten sich damit den Erwartungen eines durch Zölle bedingten Anstiegs im Automobilsektor.
Der Rückgang der Kernpreise für Güter, insbesondere der Rückgang um 0,04 % pro Monat ohne Fahrzeuge, deutet darauf hin, dass die Auswirkungen der Zölle möglicherweise später als ursprünglich erwartet spürbar werden. Dies entspricht den historischen Mustern, wonach Zolleffekte in der Regel etwa drei Monate nach ihrer Einführung zum Tragen kommen.
Marktreaktion:
US-Dollar gegenüber wichtigen Währungen: 5 Minuten

Überlagerung des USD-Kurses gegenüber den wichtigsten Währungen, Grafik von TradingView
Nach der Veröffentlichung des Verbraucherpreisindexes hat der Dollar auf breiter Front zugelegt, wobei der USD gegenüber den wichtigsten Währungen an Wert gewann, da die Händler ihre Erwartungen hinsichtlich einer Zinssenkung durch die US-Notenbank zurückgeschraubt haben.
Laut dem CME FedWatch Tool sank die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung im Juli von rund 6 % zu Beginn der Woche auf nur noch 2,6 %. Die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung im September sank ebenfalls von fast 60 % auf etwa 54 %, was die Neubewertung des voraussichtlichen Kurses der Fed durch die Marktteilnehmer widerspiegelt.
Die Kursentwicklung während des restlichen US-Handels zeigte die Widerstandsfähigkeit des Dollars, der wenige Stunden nach der Veröffentlichung des Verbraucherpreisindex gegenüber dem japanischen Yen (+0,82 %), dem Euro (+0,77 %) und dem australischen Dollar (+0,73 %) deutlich zulegte.