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Der US-Privatsektor hat im Juni überraschend 33.000 Jobs verloren, was weit unter den Erwartungen von 95.000 neuen Stellen liegt. Das ist der erste Rückgang seit März 2023, und um die Sache noch schlimmer zu machen, wurde die Zahl für Mai von 37.000 auf 29.000 nach unten korrigiert.
Der größte Teil des Rückgangs entfiel auf den Dienstleistungssektor, wo 56.000 Stellen in der freiberuflichen und unternehmensbezogenen Dienstleistung und 52.000 Stellen im Bildungs- und Gesundheitswesen abgebaut wurden. Dennoch gab es auch einige Lichtblicke: Im verarbeitenden Gewerbe, im Baugewerbe sowie in der Freizeit- und Gastronomiebranche wurden neue Arbeitsplätze geschaffen.
Link zum ADP-Bericht zur Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft für Juni 2025
Die wichtigsten Punkte aus der Veröffentlichung:
- Der Dienstleistungssektor war am stärksten vom Rückgang betroffen: professionelle/unternehmensbezogene Dienstleistungen (-56.000) und Bildungs-/Gesundheitsdienstleistungen (-52.000)
- Das verarbeitende Gewerbe, das Baugewerbe und die Freizeit- und Gastgewerbebranche konnten Zuwächse verzeichnen
- Das jährliche Lohnwachstum blieb trotz der Arbeitsplatzverluste stabil bei 4,4 %.
- ADP nannte „Zögern bei der Einstellung” aufgrund der Unsicherheit in der Handelspolitik
Nela Richardson, Chefökonomin bei ADP, sagte, dass„Entlassungen zwar weiterhin selten sind, aber die Zurückhaltung bei Neueinstellungen und die Abneigung, ausscheidende Mitarbeiter zu ersetzen, im letzten Monat zu Arbeitsplatzverlusten geführt haben”.
Marktreaktionen

Überlagerung des USD gegenüber wichtigen Währungen Chart von TradingView
Der US-Dollar war zu Beginn der Sitzung höher gestiegen, wahrscheinlich aufgrund von Gewinnmitnahmen vor dem Arbeitsmarktbericht am Donnerstag. Diese Dynamik kam jedoch zum Erliegen, als die ADP-Zahlen weit unter den Erwartungen lagen.
Der Rückgang hielt aber nicht lange an. USD/JPY und USD/CHF setzten nach einer kurzen Verschnaufpause ihre Aufwärtsbewegung fort, und EUR/USD kroch in Richtung der 1,1700-Marke.
Die verhaltene Reaktion des Dollars könnte zwei Gründe haben. Erstens hat ADP eine schlechte Erfolgsbilanz bei der Vorhersage der offiziellen NFP-Zahlen, sodass die Händler noch nicht unbedingt in Eile sind, ihre Positionen neu zu besetzen. Und zweitens blieb das Lohnwachstum trotz der schlechten Schlagzeilen mit 4,4 % stabil, was darauf hindeutet, dass der Arbeitsmarkt noch nicht zusammenbricht.
Da die Fed weiterhin pausiert und beobachtet, wie sich die Zölle auf die Inflation auswirken, halten die Erwartungen einer Zinssenkung im Jahr 2025 eine ernsthafte Dollar-Stärke vorerst in Schach.