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Die Wirtschaft in der Eurozone ist im Juni weiter nur minimal gewachsen, weil die Zuwächse in der Produktion durch die anhaltende Schwäche im Dienstleistungssektor größtenteils ausgeglichen wurden, wie aus den am Montag veröffentlichten PMI-Blitzdaten hervorgeht.

Während Deutschland erste Anzeichen einer Erholung zeigte, schrumpfte die Wirtschaft in Frankreich den zehnten Monat in Folge, was die uneinheitliche Erholung der Region verdeutlichte.

Die wichtigsten Ergebnisse der vorläufigen PMI-Berichte für Juni

  • Der Eurozone Composite PMI blieb mit 50,2 unverändert gegenüber Mai und hielt damit sechs Monate in Folge knapp über der Expansionsschwelle von 50,0.
  • Die deutsche Wirtschaft kehrte mit 50,4 (Mai: 48,5)auf den Wachstumspfad zurück, angetrieben von der Stärke des verarbeitenden Gewerbes, dessen Produktion mit 52,6 den höchsten Stand seit 39 Monaten erreichte.
  • Die französische Wirtschaft schwächte sich weiter auf 48,5 (Mai: 49,3)ab und erreichte damit ein Zweimonatstief, da sowohl das verarbeitende Gewerbe als auch der Dienstleistungssektor schrumpften.
  • Die verarbeitende Industrie zeigte in der Regionunterschiedliche Trends: Der Einkaufsmanagerindex für die Eurozone blieb mit 49,4 unverändert und lag trotz viermonatigem Produktionswachstum weiterhin im kontraktiven Bereich.
  • Der Dienstleistungssektor stabilisierte sich in der Eurozonebei 50,0, nachdem er im Mai in den Schrumpfungsbereich gefallen war, während die Beschäftigung in der gesamten Region leicht anstieg.
  • Die Inputkosteninflation schwächte sich den vierten Monat in Folge ab und erreichte den niedrigsten Stand seit November, obwohl die Outputpreise etwas schneller stiegen als im Mai.

Die zaghafte Erholung in Deutschland gibt Anlass zu etwas Optimismus, da die Hersteller das stärkste Wachstum bei den Auftragseingängen seit über drei Jahren verzeichneten. Analysten warnen jedoch davor, dass die Verbesserung teilweise auf den Abbau von Lagerbeständen und nicht auf eine zugrunde liegende Nachfragestärke zurückzuführen sein könnte. Die kommenden Monate werden wahrscheinlich entscheidend dafür sein, ob diese Dynamik anhält.

Link zum offiziellen deutschen HCOB Flash PMI-Bericht (Juni 2025)

Die anhaltende Verschlechterung in Frankreich ist besorgniserregender, da die Wirtschaft nun seit zehn Monaten in Folge schrumpft. Der breit angelegte Rückgang, der sowohl das verarbeitende Gewerbe als auch den Dienstleistungssektor betrifft, deutet auf tiefere strukturelle Herausforderungen hin, die politische Maßnahmen erfordern könnten.

Link zum offiziellen französischen HCOB Flash PMI-Bericht (Juni 2025)

Das Geschäftsklima in der Eurozone hat sich auf den höchsten Stand seit Januar verbessert, bleibt aber unter dem historischen Durchschnitt. Dieser leichte Optimismus könnte zusammen mit dem nachlassenden Druck auf die Inputkosten die Wirtschaftstätigkeit in der zweiten Jahreshälfte etwas stützen, auch wenn der weitere Weg angesichts der anhaltenden geopolitischen Spannungen und politischen Unsicherheiten sehr ungewiss bleibt.

Link zum offiziellen HCOB Flash PMI-Bericht für die Eurozone (Juni 2025)

Markt

Euro gegenüber wichtigen Währungen: 5 Minuten

Overlay of EUR vs. Major Currencies Chart by TradingView

Überlagerung von EUR gegenüber wichtigen Währungen, Chart von TradingView

Die gemischten PMI-Ergebnisse haben am Montagmorgen für leichte Schwankungen bei den EUR-Währungspaaren gesorgt. Der Euro hat selektiv reagiert und vor allem gegenüber höher verzinslichen Währungen zugelegt, während er sich gegenüber sicheren Anlagen schwer tat.

EUR/JPY entwickelte sich mit einem Plus von 0,35 % am stärksten, was wahrscheinlich den Kontrast zwischen den sich stabilisierenden Wachstumsaussichten Europas und den anhaltenden wirtschaftlichen Herausforderungen Japans widerspiegelt. Der Euro legte auch gegenüber dem neuseeländischen Dollar um 0,30 % zu, was darauf hindeutet, dass sich die Anleger möglicherweise auf unterschiedliche geldpolitische Wege einstellen.

Gegenüber den traditionellen europäischen Handelspartnern fiel die Reaktion der Einheitswährung jedoch gedämpfter aus. EUR/CHF gab um -0,13 % nach, was möglicherweise die Attraktivität der Schweiz als regionaler sicherer Hafen widerspiegelt, während EUR/CAD -0,06 % verlor, da Rohstoffwährungen sich relativ widerstandsfähig zeigten.