This article has been translated from English to German.
Die Europäische Zentralbank hat bei ihrer Sitzung im Oktober die Leitzinsen unverändert gelassen und den Einlagensatz bei 2,00 % gehalten, da die Inflation immer noch nah am mittelfristigen Ziel der Zentralbank von 2 % liegt.
Die Entscheidungsträger haben zwar gesagt, dass die Wirtschaft in der Eurozone weiterhin stark ist, aber auch gewarnt, dass die globalen Handelsspannungen und geopolitischen Risiken die Aussichten trüben.
Wichtigste Erkenntnisse
- Alle drei Leitzinsen der EZB blieben unverändert: Einlagezinssatz bei 2,00 %, Hauptrefinanzierungsgeschäfte bei 2,15 % und Spitzenrefinanzierungsfazilität bei 2,40 %.
- Inflationsprognose weitgehend stabil: Die Inflation bleibt nahe dem Zielwert von 2 %, ohne dass sich die Aussichten des EZB-Rats wesentlich geändert hätten.
- Das Wirtschaftswachstum hält an: Die Wirtschaft der Eurozone ist trotz globaler Gegenwinde weiter gewachsen, unterstützt durch robuste Arbeitsmärkte und frühere Zinssenkungen.
- Unsicherheit dominiert: Anhaltende globale Handelsstreitigkeiten und geopolitische Spannungen stellen die größten Risiken für die Aussichten dar.
- Datenabhängiger Ansatz beibehalten: Die EZB hat ihre Haltung bestätigt, dass sie von Sitzung zu Sitzung entscheidet, ohne sich im Voraus auf einen bestimmten Zinspfad festzulegen.
Die makroökonomische Einschätzung der EZB zeigte kaum Abweichungen von früheren Sitzungen. In ihrer Erklärung wurde festgestellt, dass die bisherigen Zinssenkungen die Wirtschaft durch eine verbesserte Transmission der Geldpolitik weiterhin stützen. Solide Bilanzen des privaten Sektors und ein robuster Arbeitsmarkt bieten zusätzlichen Schutz vor externen Schocks.
Link zur offiziellen geldpolitischen Erklärung der EZB (Oktober 2025)
Während der Pressekonferenz betonte EZB-Präsidentin Christine Lagarde erneut den vorsichtigen, abwartenden Ansatz der Zentralbank in der Geldpolitik.
Insbesondere hob sie drei wichtige Unsicherheitsfaktoren hervor: die eskalierenden globalen Handelsspannungen, die anhaltenden geopolitischen Konflikte und die mögliche Verschlechterung der Stimmung an den Finanzmärkten. Diese Faktoren sind in den jüngsten Mitteilungen der EZB immer wieder aufgegriffen worden, was darauf hindeutet, dass die Zentralbank trotz des insgesamt positiven wirtschaftlichen Umfelds weiterhin wachsam bleibt.
Link zur Pressekonferenz des EZB-Rates (Oktober 2025)
Abschließend bekräftigte Lagarde, dass die Zinsentscheidungen des EZB-Rats von der Einschätzung der Inflationsaussichten, den aktuellen Wirtschaftsdaten, der zugrunde liegenden Inflationsdynamik und der Stärke der geldpolitischen Transmission abhängen werden.
Marktreaktionen
Euro gegenüber wichtigen Währungen: 5 Min.

Überlagerung des EUR gegenüber den wichtigsten Währungen, Grafik von TradingView
Der Euro, der dank der überwiegend positiven Inflations- und Wachstumsdaten der wichtigsten Volkswirtschaften der Region, die zu Beginn der Sitzung veröffentlicht wurden, langsam gestiegen war, legte nach der Entscheidung der Zentralbank, die Zinsen wie erwartet unverändert zu lassen, deutlich zu.
Die Gewinne wurden jedoch nach der Pressekonferenz schnell wieder abgebaut, da die Händler wahrscheinlich die vorsichtige Sprache der Zentralbank im Blick hatten, die externe Risiken hervorhob, die ihren politischen Kurs beeinflussen könnten.
Die Gemeinschaftswährung notierte schließlich gegenüber den meisten ihrer Gegenwährungen unter dem Niveau vor der EZB-Sitzung, wobei der EUR/CHF um 0,10 %, der EUR/JPY um 0,23 % und der EUR/GBP um 0,19 % nachgaben, wenige Stunden nach der Entscheidung und der Pressekonferenz.