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Die kanadischen Verbraucherpreise sind im Mai im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 % gestiegen und liegen damit auf dem Niveau von April, während die Kerninflationsraten hartnäckig über dem Zielwert der Bank of Canada von 2 % blieben, was die Chancen für eine Zinssenkung im Juli wahrscheinlich verringert.

Im Monatsvergleich stieg der Gesamt-VPI um 0,6 % gegenüber den Konsensprognosen von 0,5 % für den Monat, während der Kern-VPI von 0,5 % auf 0,6 % gegenüber dem Vormonat zulegte. Die Daten zeigten, dass der zugrunde liegende Preisdruck anhielt, wobei es einige Anzeichen dafür gab, dass die tarifbedingten Gewinne bei bestimmten Gütern nachlassen könnten, während andere Sektoren eine unerwartete Stabilität zeigten.

Wichtigste Erkenntnisse

  • Gesamteinflation stabil: Der Verbraucherpreisindex blieb mit 1,7 % im Jahresvergleich auf dem Niveau vom April und damit unter der Zielbandbreite der BoC von 1-3 %.
  • Kerninflationsraten gestiegen: Der CPI-trim und der CPI-Median gingen gegenüber April leicht auf 3,0 % zurück, liegen aber weiterhin deutlich über dem Zielwert von 2 %.
  • Abkühlung bei den Wohnkosten: Die Mietinflation verlangsamte sich von 5,2 % im April auf 4,5 %, leistet aber weiterhin einen wesentlichen Beitrag zum Anstieg.
  • Autopreise steigen: Die Autopreise stiegen um 0,9 % im Monatsvergleich und um 3,2 % im Jahresvergleich, was auf anhaltenden Inflationsdruck hindeutet.
  • Dienstleistungsinflation robust: Sie blieb bei 3,2 % im Jahresvergleich, wobei die Preise für Reiseleistungen um 8,4 % und die Mobilfunkpreise um 7,2 % im Monatsvergleich sprangen.
  • Breiterer Preisdruck: 47 % des Kernwarenkorbs liegen jetzt über einer Inflationsrate von 3 %, gegenüber 42 % im April

Einige Kategorien zeigten im Laufe des Monats eine unerwartete Stärke. Die Haushaltsausgaben wurden durch einen Anstieg der Mobilfunkpreise um 7,2 % im Monatsvergleich in die Höhe getrieben, während in der Kategorie Bekleidung deutliche Zuwächse bei Schmuck (10,1 %) und Kinderbekleidung (5,7 %) zu verzeichnen waren. Die Freizeitdienstleistungen blieben stabil, wobei die Reisekosten um 8,4 % stiegen.

Die Komponente „Wohnen”, die normalerweise den größten Beitrag zur Inflation leistet, zeigte Anzeichen einer Abkühlung, wobei sich die Mietsteigerungen von 5,2 % im April auf 4,5 % im Jahresvergleich abschwächten. Dies ist jedoch immer noch einer der stärksten Treiber des Preisanstiegs im Jahresvergleich, was die anhaltenden Herausforderungen für die Erschwinglichkeit von Wohnraum für kanadische Verbraucher unterstreicht.

Link zum offiziellen Verbraucherpreisindex für Kanada (Mai 2025)

Am beunruhigendsten für die Politik ist vielleicht die Ausweitung des Inflationsdrucks: 47 % der Kernwarengruppe verzeichnen jetzt einen Preisanstieg von über 3 %, gegenüber 42 % im April. Diese Ausweitung des Preisdrucks deutet darauf hin, dass sich die Inflation in der gesamten Wirtschaft verfestigen könnte.

Marktreaktionen

Kanadischer Dollar gegenüber wichtigen Währungen: 5 Minuten

Overlay of CAD vs. Major Currencies Chart by TradingView

Überlagerung von CAD gegenüber wichtigen Währungen, Grafik von TradingView

Der kanadische Dollar, der sich bis zur Veröffentlichung des Verbraucherpreisindexes mit einer leicht rückläufigen Tendenz konsolidiert hatte, stieg leicht an, nachdem der Bericht auf einen stärkeren Kerninflationsdruck hindeutete, der die Wahrscheinlichkeit einer Lockerung der Geldpolitik durch die Bank of Canada im Juli dämpfte.

Der CAD stieg nach Veröffentlichung der Zahlen für etwa eine Stunde kurzzeitig auf breiter Front an, bevor er seinen Abwärtstrend gegenüber dem CHF (-0,85 %), JPY (-0,29 %) und GBP (-0,24 %) fortsetzte, sich jedoch gegenüber seinen Comdoll-Konkurrenten AUD (+0,04 %) und NZD (+0,12 %) behaupten konnte.