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Am Dienstagmorgen war es an den Finanzmärkten erst mal ruhig, bevor es nach der Veröffentlichung des US-ISM-Dienstleistungs-PMI und weiteren Äußerungen von Trump wieder turbulent wurde.

Obwohl die EU zugestimmt hat, ihre Gegenmaßnahmen gegen die USA zu verschieben, warnte Trump, dass die Region mit viel höheren Zöllen rechnen müsse, wenn keine baldige Einigung erzielt werde, was die Unsicherheit im globalen Handel wieder ansteigen ließ.

Hier sind die Schlagzeilen, die du in den letzten Handelstagen vielleicht verpasst hast!

Schlagzeilen

Allgemeine Marktpreisentwicklung:

Dollar Index, Gold, S&P 500, Oil, U.S. 10-yr Yield, Bitcoin Overlay Chart by TradingView

Dollar-Index, Gold, S&P 500, Öl, Rendite 10-jährige US-Anleihen, Bitcoin Overlay -Chart von TradingView

Die Märkte bewegten sich während der asiatischen Handelssitzung am Dienstag größtenteils seitwärts und ignorierten den stärker als erwarteten Caixin-Dienstleistungs-PMI aus China, da sich die Anleger wahrscheinlich auf eine neue Runde wichtiger Impulse vorbereiteten.

Rohöl durchbrach bei Eröffnung der europäischen Märkte seine Spanne, was möglicherweise auf zusätzlichen Abwärtsdruck aufgrund der Unsicherheit im globalen Handel und die Zusage der OPEC+, die Produktion im September anzukurbeln, zurückzuführen ist. Der Rohstoff setzte seinen Einbruch fort, nachdem Präsident Trump gewarnt hatte, dass die EU weiterhin mit höheren Zöllen rechnen müsse und dass bald höhere Handelsabgaben auf Chips angekündigt würden.

Die US-Aktienindizes drehten ebenfalls ins Minus, weil höhere Zölle auf Pharma- und Chipimporte drohen, und verloren nach dem unter den Erwartungen liegenden ISM-Dienstleistungs-PMI weiter an Wert. Der Dow schloss 0,14 % niedriger, während der S&P 500 um 0,49 % nachgab.

Die Renditen von US-Staatsanleihen und der Dollar gaben nach Trumps Aussage ebenfalls nach, da er Fed-Chef Powell als „hochgradig politisch“ kritisierte und zusätzliche Kandidaten für dessen Nachfolge als Vorsitzender vorschlug.

Die Goldpreise, die aufgrund der leicht verbesserten Marktstimmung nach der Einigung der EU auf eine Verschiebung ihrer Gegenmaßnahmen gegen die USA leicht nachgegeben hatten, profitierten während Trumps Rede von der Flucht in sichere Häfen und dem schwachen ISM-Dienstleistungs-PMI und schlossen zum Ende des Handelstages um 0,22 % höher.

Verhalten der Devisenmärkte: US-Dollar gegenüber den wichtigsten Währungen:

Overlay of USD vs. Majors Chart by TradingView

Überlagerung des USD -Charts gegenüber den wichtigsten Währungen von TradingView

Der Greenback startete in den ersten Stunden des asiatischen Handels schwächer, vielleicht weil er den Schwung aus der letzten Sitzung mitgenommen hatte, bevor er sich wieder erholte, als die Risikoaversion wieder zunahm.

Die Händler schienen den optimistischen chinesischen Dienstleistungs-PMI zu ignorieren, da NZD und AUD für den Rest der Sitzung im Rückstand waren, möglicherweise belastet durch einen Rückgang der neuseeländischen ANZ-Rohstoffpreise und der australischen ANZ-Stellenanzeigen.

Der Dollar setzte seinen Anstieg bei Eröffnung der europäischen Märkte fort, wobei der Euro seine Verluste wieder ausgleichen konnte, nachdem der PPI der Region hinter den Erwartungen zurückgeblieben war. Das GBP konnte sich jedoch behaupten, da das Vereinigte Königreich relativ immun gegenüber den Handelsunruhen im Zusammenhang mit den EU-US-Handelsgesprächen zu sein schien.

Trumps Äußerungen zwangen den USD jedoch, einen Teil seiner früheren Gewinne wieder abzugeben, da er erneut die politischen Entscheidungen von Fed-Chef Powell kritisierte und gleichzeitig die globalen Handelsspannungen anheizte, indem er vor höheren EU-Zöllen und zusätzlichen Handelsabgaben auf Pharma- und Chipimporte warnte.

Der Dollar verzeichnete einen noch stärkeren Rückgang, nachdem der US-ISM-Dienstleistungs-PMI hinter den Erwartungen zurückblieb und von 50,8 auf 50,1 fiel, anstatt sich wie erwartet auf 51,5 zu verbessern, was zeigt, wie die Unsicherheit über die Zölle die Auftragseingänge und die Stimmung gedämpft hat. Dennoch konnte der USD seine Gewinne gegenüber dem deutlich schwächeren JPY aufgrund der geringeren Erwartungen hinsichtlich einer Straffung der Geldpolitik durch die BOJ halten.

Mögliche Impulse aus dem Wirtschaftskalender

  • Deutschland HCOB-Bau-PMI um 7:30 Uhr GMT
  • S&P Global Bau-PMI für Großbritannien um 8:30 Uhr GMT
  • Eurozone Einzelhandelsumsätze um 9:00 Uhr GMT
  • US-MBA-Hypothekenanträge um 11:00 Uhr GMT
  • Kanada S&P Global Services PMI um 13:30 Uhr GMT
  • Kanada S&P Global Composite PMI um 13:30 Uhr GMT
  • US-EIA-Rohölvorräte um 14:30 Uhr GMT
  • Rede von Fed-Mitglied Cook um 18:00 Uhr GMT

Heute gibt's keine wichtigen Wirtschaftsdaten, aber behalte trotzdem die Einzelhandelsumsätze in der Eurozone und den EIA-Bericht zu den Rohölvorräten im Auge, die bei EUR-Paaren und Rohstoffpreisen für Bewegung sorgen könnten.

Wie immer solltest du die globalen Handelsentwicklungen und geopolitischen Schlagzeilen im Auge behalten, die die allgemeine Marktstimmung beeinflussen könnten. Bleib flexibel und vergiss nicht, unseren Forex-Korrelationsrechner zu checken, bevor du Trades machst!