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Der US-Arbeitsmarkt zeigte sich im Juni überraschend stark: Die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft stieg um 147.000, während nur 110.000 neue Jobs erwartet worden waren. Das war eine solide Erholung gegenüber Mai, auch wenn der private Sektor nur 74.000 neue Arbeitsplätze schuf – der schwächste Zuwachs seit Oktober, als Hurrikane die Einstellungstätigkeit beeinträchtigt hatten.
Der größte Teil des Aufschwungs kam von den Bundesstaaten und Kommunen, die 70.000 neue Stellen schufen. Das Gesundheitswesen trug 39.000 Arbeitsplätze bei, Freizeit und Gastgewerbe weitere 20.000.
Auf der schwachen Seite verloren das verarbeitende Gewerbe und die professionellen Unternehmensdienstleistungen jeweils 7.000 Arbeitsplätze, wahrscheinlich aufgrund des Drucks durch die anhaltende Zollpolitik. Auch die Beschäftigung im Bundesdienst ging aufgrund anhaltender Entlassungen im Zusammenhang mit Verwaltungsabbau um 7.000 Stellen zurück.
Link zu den offiziellen US-Arbeitsmarktdaten (Juni 2025)
Wichtigste Punkte des Berichts für Juni 2025:
- Die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft stieg um 147.000 gegenüber den erwarteten 110.000.
- Die Arbeitslosenquote sank von 4,2 % auf 4,1 % (Marktprognose: 4,3 %).
- Der private Sektor schuf nur 74.000 neue Arbeitsplätze – der schwächste Wert seit Oktober
- Die Einstellungen im öffentlichen Dienst (70.000) haben die Schwäche des privaten Sektors überdeckt
- Im verarbeitenden Gewerbe und bei den Unternehmensdienstleistungen gingen jeweils 7.000 Arbeitsplätze verloren
Die Arbeitslosenquote sank unerwartet von 4,2 % auf 4,1 % und überraschte damit die Märkte, die mit einem Anstieg auf 4,3 % gerechnet hatten. Die Löhne kühlten sich leicht ab, wobei der durchschnittliche Stundenlohn nur um 0,2 % im Monatsvergleich und um 3,7 % im Jahresvergleich stieg.
Das stetige Lohnwachstum ist zwar nicht alarmierend, bestärkt aber die Annahme, dass die Inflation länger als erhofft anhalten könnte.
Markt
US-Dollar gegenüber wichtigen Währungen: 5 Minuten

Überlagerung des USD-Kurses gegenüber den wichtigsten Währungen, Chart von TradingView
Die Händler sahen den starken Arbeitsmarktbericht als Bestätigung dafür, dass die Fed an ihrem geduldigen Kurs bei Zinssenkungen festhalten wird. Der US-Dollar, der vor der Veröffentlichung leicht gestiegen war, legte nach Bekanntgabe der deutlich besser als erwarteten Zahlen breit und kräftig zu.
Angesichts eines stabilen Lohnwachstums von 3,7 % im Jahresvergleich und einer trotz anhaltender Zollbelastungen widerstandsfähigen Wirtschaft hat die Fed wenig Anlass, schnell zu handeln. Der Bericht nahm eine Zinssenkung im Juli vom Tisch und ließ ernsthafte Zweifel an einer Zinssenkung im September aufkommen, wodurch der Dollar insgesamt gut unterstützt wurde.
Der Dollar gab kurz nach der Veröffentlichung einige Gewinne wieder ab, blieb aber insgesamt stabil und schloss gegenüber den meisten wichtigen Währungen außer dem kanadischen Dollar höher.