This article has been translated from English to German.

Die Reserve Bank of Australia (RBA) hat zum ersten Mal seit November 2023 die Zinsen erhöht. Sie hat den Leitzins um 25 Basispunkte auf 3,85 % angehoben. Das war eine einstimmige Entscheidung, die zeigt, dass sie sich wegen des anhaltenden Inflationsdrucks Sorgen macht.

Die Entscheidung war eine dramatische Kehrtwende gegenüber der Zinssenkung vom August 2025, wobei der Vorstand zu dem Schluss kam, dass „der Zinssatz nicht mehr auf dem richtigen Niveau war, um die Inflation innerhalb eines angemessenen Zeitraums wieder auf das Zielniveau zu bringen“.

Die Zentralbank betonte, dass sich der Inflationsdruck in der zweiten Hälfte des Jahres 2025 beschleunigt habe, was auf eine stärker als erwartete private Nachfrage sowohl im Konsum- als auch im Investitionsbereich sowie auf engere Kapazitätsengpässe zurückzuführen sei.

Wichtigste Erkenntnisse

  • Die RBA hat ihren Leitzins auf 3,85 % angehoben und damit eine der drei Zinssenkungen aus dem Jahr 2025 rückgängig gemacht. Damit ist sie die erste große Zentralbank weltweit, die von einer Lockerung zu einer Straffung übergeht.
  • Die Inflation hat in der zweiten Hälfte des Jahres 2025deutlich angezogen, da die private Nachfrage schneller als erwartet gewachsen ist und der Kapazitätsdruck größer war als zuvor angenommen.
  • Gouverneurin Michele Bullock betonte, dass die Wirtschaft durch das Angebot eingeschränkt sei und die Inflation noch einige Zeit über dem Zielwert von 2-3 % bleiben werde, ohne sich jedoch auf weitere Zinserhöhungen festzulegen.
  • Die aktualisierten Prognosen gehen davon aus, dass der Leitzins bis Juni auf 3,9 % und bis Dezember auf 4,2 % steigen wird, was etwa zwei weitere Anhebungen im Jahr 2026bedeutet.

Link zur geldpolitischen Erklärung der Reserve Bank of Australia (Januar 2026)

In ihrer Pressekonferenz räumte RBA-Gouverneurin Bullock ein, dass die Kreditnehmer „enttäuscht” sein würden, warnte aber davor, dass es noch schlimmer wäre, wenn man die Inflation auf einem hohen Niveau belassen würde. Sie verteidigte die Zinssenkung im August und wies darauf hin, dass sich die Umstände seit Mitte 2025, als die Nachfrage schwach war und die Inflation auf Kurs zu sein schien, erheblich geändert hätten.

Bullock betonte, dass sich die Strategie der RBA nicht grundlegend geändert habe – der Vorstand strebe weiterhin eine Senkung der Inflation bei gleichzeitiger Erhaltung der Erfolge auf dem Arbeitsmarkt an –, hob jedoch hervor, dass die Wirtschaft „noch etwas stärker eingeschränkt ist, als wir gedacht hatten”.

Link zur Pressekonferenz von RBA-Gouverneurin Bullock (Januar 2026)

Die aktualisierte Erklärung zur Geldpolitik zeigte deutlich höhere Inflationsprognosen: Die Kerninflation soll jetzt bis Ende 2026 auf 3,2 % steigen, gegenüber 2,7 % im November, und erst Mitte 2028 wieder auf den Mittelwert von 2,5 % zurückkehren.

Diese Aufwärtskorrektur erfolgte trotz der Annahme weiterer Zinserhöhungen in der Prognose, was die Besorgnis des Vorstands über die Inflationsdynamik unterstreicht.

Marktreaktionen

Australischer Dollar gegenüber wichtigen Währungen: 5 Min.

Overlay of AUD vs. Major Currencies

Überlagerung von AUD gegenüber wichtigen Währungen Chart schneller mit TradingView

Der australische Dollar hatte nach seinen Gewinnen zu Beginn der asiatischen Handelssitzung nachgegeben, bevor er nach der Zinserhöhung durch die RBA stark anzog. Der AUD/USD führte die Bewegung an, sprang um etwa 1 % nach oben und stieg deutlich über die psychologische Marke von 0,7000.

Die einstimmige Entscheidung ohne Gegenstimmen hat die Ansicht bestärkt, dass die RBA es ernst meint mit der Eindämmung der Inflation, auch wenn das höhere Kreditkosten für Haushalte bedeutet.

Die Swap-Märkte haben keine Zeit verloren, die Aussichten neu zu bewerten, und sich von den Erwartungen einer weiteren Lockerung entfernt und hin zu einer Wahrscheinlichkeit von etwa zwei Dritteln für eine weitere Zinserhöhung bis Juni, mit einer möglichen Folgeaktion im August.

Der Aussie gab etwa 30 Minuten nach der Ankündigung einen Teil seiner Gewinne nach der Erklärung wieder ab und fiel nach der Pressekonferenz von Gouverneur Bullock kurzzeitig. Dennoch fand die Comdoll schnell wieder ihren Halt und blieb zu Beginn der Londoner Handelssitzung komfortabel über dem Niveau vor der Veranstaltung.

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