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Mario Draghi ist ein italienischer Ökonom, Bankier und Politiker, der von November 2011 bis Oktober 2019 Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) war. Er wurde am 3. September 1947 in Rom, Italien, geboren.
Draghi hat einen Bachelor-Abschluss in Wirtschaftswissenschaften von der Universität La Sapienza in Rom und promovierte später in Wirtschaftswissenschaften am Massachusetts Institute of Technology (MIT).
Bevor er die EZB leitete, hatte Draghi verschiedene Positionen in der Wissenschaft und im öffentlichen Dienst inne. Er war Professor für Wirtschaftswissenschaften an der Universität Florenz, arbeitete bei der Weltbank und war Generaldirektor des italienischen Finanzministeriums.
Außerdem war er Mitglied des Verwaltungsrats mehrerer internationaler Organisationen, darunter die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich und die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung.
Draghis Amtszeit bei der EZB war geprägt von seinen Bemühungen, die Stabilität des Euro während der europäischen Schuldenkrise zu sichern.
Seine berühmte Rede von 2012, in der er erklärte, die EZB werde „alles tun, was nötig ist“, um den Euro zu retten, war ein Wendepunkt in der Krise.
Unter seiner Führung führte die EZB unkonventionelle geldpolitische Maßnahmen wie Negativzinsen und massive Anleihekaufprogramme ein, um das Wirtschaftswachstum anzukurbeln und deflationären Druck zu bekämpfen.
Nach seiner Zeit bei der EZB wurde Mario Draghi im Februar 2021 zum italienischen Ministerpräsidenten ernannt und führt eine Regierung der nationalen Einheit in einer für das Land aufgrund der COVID-19-Pandemie und ihrer wirtschaftlichen Folgen kritischen Phase.
