This article has been translated from English to German.
Wenn du dich in Online-Communities und Forex-Foren umschaust, wirst du merken, dass sich die meisten Diskussionen um den Einstieg in Trades drehen.
Es ist zwar super wichtig zu wissen, wie und wann man in einen Trade einsteigt, aber genauso wichtig ist es zu wissen, wann man wieder aussteigt.
Die meisten Leute haben einen detaillierten Plan und feste Regeln, wie sie in den Markt einsteigen, aber Anfänger übersehen oft, wie wichtig es ist, eine Ausstiegsstrategie zu haben.
„Beginne mit dem Ende im Sinn.“
Noch bevor du einen Trade eingehst, solltest du deine Ausstiegsstrategie festgelegt haben. Stell dir die folgenden Fragen:
1. Wie viel bist du bereit zu riskieren?
Wir hier bei BabyPips.com glauben, dass Risikomanagement einer der wichtigsten Aspekte des Handels ist.
Um Geld zu verdienen (und Verluste zu vermeiden), musst du lernen, wie du dein Risiko kontrollierst. Das ist der Unterschied zwischen Tradern und Glücksspielern.
Du solltest IMMER wissen, wie viel von deinem Konto du aufs Spiel setzt. Achte darauf, dass du nur einen Betrag riskierst, dessen Verlust du verkraften kannst.
2. Wo wirst du deine Verluste begrenzen?
Die richtige Platzierung von Stop-Loss-Aufträgen kann über den Erfolg oder Misserfolg deines Handels entscheiden, daher solltest du dies berücksichtigen, bevor du in den Markt einsteigst.
Achte darauf, dass du deinen Stop-Loss richtig platzierst und deinem Trade genug Spielraum lässt.
Tipps zum Setzen von Stop-Loss-Aufträgen findest du in der Lektion „Chart-Stopps” der School of Pipsology.
3. Welche Ereignisse könnten deinen Trade ungültig machen?
Zu sagen, dass die Märkte unvorhersehbar sind, wäre eine Untertreibung. Unvorhergesehene Ereignisse treten immer wieder auf und lösen oft eine Menge Volatilität aus.
Es gibt jedoch auch Ereignisse, die wir bereits kennen. Wirtschaftsberichte und Reden wichtiger Politiker werden in der Regel im Voraus angekündigt. Ihre Ergebnisse wirken sich in der Regel genauso auf die Märkte aus wie unvorhergesehene Ereignisse. Warum also nicht darauf vorbereitet sein?
Informiere dich immer über den Marktkonsens und die zu erwartende Preisreaktion.
Mach dir Notfallpläne für den Fall, dass ein Ereignis anders als erwartet ausfällt. Am wichtigsten ist, dass du bereit bist, deinen Trade bei Bedarf anzupassen.
4. Wie lange willst du den Trade halten?
Du musst übrigens nicht unbedingt ein Zeitlimit für deine Trades festlegen. Es ist jedoch sinnvoll, Erwartungen festzulegen, wie lange du sie offen halten wirst.
Langfristige Trader können ihre Trades zum Beispiel über Wochen, Monate oder sogar Jahre halten. Normalerweise hängen ihre Trades mehr von fundamentalen Faktoren ab, die die Märkte über einen längeren Zeitraum beeinflussen. Sich der Zeit bewusst zu sein, hilft Swing- oder Positionstradern dabei, die Marktbedingungen im Auge zu behalten.
Kurzfristige Trader können von dieser Vorgehensweise profitieren, da sie ihnen hilft, zu beurteilen, ob eine Handelsidee noch gültig ist oder nicht. Vielleicht dauert die Konsolidierung eines bestimmten Paares länger als erwartet, und es ist besser, den Trade einfach vorzeitig zu schließen.
Wie du siehst, ist das Beenden eines Handels genauso wichtig wie das Ausführen eines Handels, also investiere genauso viel Zeit und Analysearbeit in beides.
Eine detaillierte Ausstiegsstrategie bewahrt dich nicht nur vor impulsiven Handelsentscheidungen und hilft dir, deine Emotionen im Zaum zu halten, sondern kann dir auch dabei helfen, dein Risiko zu managen und langfristig profitabel zu bleiben.
Denk immer daran, mit dem Ende im Blick zu beginnen. Es ist zwar sehr wichtig zu wissen, wie und wann man einen Trade eingeht, aber genauso wichtig ist es zu wissen, wann man aussteigt.