This article has been translated from English to German.
Der ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe stieg im August von 48,0 auf 48,7 und lag damit nur knapp unter der Konsensprognose von 49,0, was auf einen weiteren Monat der Schrumpfung in der Industrie hindeutet. Trotzdem hat sich der Rückgang verlangsamt, da die Auftragseingänge zum ersten Mal seit Januar wieder zugenommen haben.
Wichtigste Erkenntnisse aus dem ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe im August
- Gemischte Signale bei der Nachfrage: Die Auftragseingänge stiegen zum ersten Mal seit sechs Monaten wieder an (51,4 % gegenüber 47,1 % zuvor), aber die Produktion ging stark zurück (47,8 % gegenüber 51,4 %).
- Der Druck auf die Beschäftigung hält an: Der Beschäftigungsindex blieb mit 43,8 % deutlich im negativen Bereich, da die Unternehmen angesichts der Unsicherheit weiterhin Personal abbauten.
- Auswirkungen der Zölle verstärken sich: Die Preise stiegen auf 63,7 %, wobei sich die Preissteigerungen für Stahl und Aluminium auf die gesamte Wertschöpfungskette auswirkten.
- Die Lieferkette ist wieder angespannt: Die Lieferungen der Zulieferer verlangsamten sich (51,3 % gegenüber 49,3 %), was möglicherweise auf nachfragebedingte Engpässe hindeutet.
- Die Exportschwäche hält an: Die neuen Exportaufträge blieben den sechsten Monat in Folge rückläufig (47,6 %), was die anhaltenden Handelsspannungen widerspiegelt.
- Die Lagerbestände entwickeln sich besser: Die Rohstoffbestände sind langsamer geschrumpft, während die Kundenbestände weiterhin kritisch niedrig sind.
Link zum US-ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe (August 2025)
Trotz der anhaltenden Schwäche in der gesamten Fertigungsindustrie stützten die Ausgaben für künstliche Intelligenz weiterhin ausgewählte Segmente, während in den Kommentaren der Branche vor allem der weit verbreitete Kostendruck aufgrund von Zöllen dominierte.
Die Befragten aus verschiedenen Branchen betonten die schwerwiegenden Auswirkungen der Zollpolitik, wobei viele Unternehmen von erheblichen Preissteigerungen und Betriebsstörungen berichteten. Insbesondere die Stahl- und Aluminiumzölle wurden als Ursache für den Kostendruck in den gesamten Lieferketten des verarbeitenden Gewerbes genannt.
Die anhaltende Schwäche der Exporte deutet darauf hin, dass Vergeltungsmaßnahmen und globale Handelsspannungen weiterhin die Wettbewerbsfähigkeit des US-Fertigungssektors belasten, während die Binnennachfrage nicht ausreicht, um diese Gegenwinde auszugleichen.
Marktreaktion
US-Dollar gegenüber wichtigen Währungen: 5-Minuten-Chart

Überlagerung des USD gegenüber wichtigen Währungen, Grafik von TradingView
Der Greenback, der sich nach den früheren Kursgewinnen im Vorfeld der Veröffentlichung des ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe zurückgezogen hatte, setzte seinen Abwärtstrend nach Bekanntgabe des Berichts fort.
Allerdings folgte bald darauf eine schnelle, aber flache Erholung, da die Nachfrage nach sicheren Anlagen den größten Teil des Tages über der Haupttreiber der Kursentwicklung zu sein schien.
Der USD konnte sich einige Stunden nach Veröffentlichung des ISM-Berichts gegenüber dem schwächeren CAD (+0,05 %) und JPY (+0,08 %) behaupten, blieb aber gegenüber dem AUD (-0,22 %) und NZD (-0,24 %) im Minus.