This article has been translated from English to German.
BRICS ist eine Abkürzung für eine Gruppe von fünf großen Schwellenländern: Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika.
Ursprünglich 2006 als BRIC (ohne Südafrika) gegründet, wurde die Gruppe 2010 um Südafrika erweitert und in BRICS umbenannt.
Das Ziel der Gruppe ist es, die wirtschaftliche Zusammenarbeit zu stärken, den Multilateralismus zu fördern und das von westlichen Ländern dominierte Finanzsystem herauszufordern.
Die BRICS haben sich weiter vergrößert und umfassen nun auch Ägypten, Äthiopien, Iran und die Vereinigten Arabischen Emirate, wobei Indonesien als zehntes Mitglied hinzukam und manchmal als BRICS+ bezeichnet wird .
Ziele und Bedeutung
Die BRICS konzentrieren sich auf:
- Wirtschaftliche Zusammenarbeit – Ausbau des Handels und der Investitionen zwischen den Mitgliedsstaaten.
- Entdollarisierung – Weniger Abhängigkeit vom US-Dollar im globalen Handel und Finanzwesen.
- Alternative Finanzsysteme – Entwicklung von Zahlungsmechanismen außerhalb westlich kontrollierter Plattformen wie SWIFT.
- Geopolitischer Einfluss – Stärkung der Stimme der Schwellenländer in der globalen Politik.
Wirtschaftliche Auswirkungen
Zusammen machen die BRICS-Staaten:
- ~37 % des globalen BIP (KKP).
- ~44 % der Weltbevölkerung.
- ~42 % der weltweiten Devisenreserven.
Der Block hat auch die Schaffung einer gemeinsamen Währung geprüft, die möglicherweise durch Gold oder einen Korb von Mitgliedswährungen gedeckt wäre, um mit dem US-Dollar zu konkurrieren.
Warum Devisenhändler die BRICS im Auge behalten sollten
Für Devisenhändler sind die Entwicklungen der BRICS-Staaten aus folgenden Gründen entscheidend:
- Wechselkursvolatilität – Eine mögliche BRICS-Währung könnte den Handel innerhalb des Blocks stabilisieren, aber neue Schwankungen gegenüber dem Dollar und dem Euro mit sich bringen.
- Veränderung der Währungspaare – Handelsplattformen könnten neue BRICS-gebundene Paare einführen, was eine Anpassung der Strategien erforderlich machen würde.
- Entdollarisierungstrends – Die vermehrte Verwendung lokaler Währungen (z. B. Yuan, Rupie) im Handel könnte die Dominanz des Dollars schwächen und die Devisenliquidität beeinträchtigen.
- Geopolitische Risiken – US-Zölle oder Sanktionen könnten Währungsschwankungen in den BRICS-Staaten auslösen.
- Rohstoffmärkte – BRICS-Länder dominieren den Handel mit Öl und Rohstoffen; Währungsverschiebungen könnten sich auf die Preisgestaltung auswirken (z. B. Ölpreis in Yuan).
Herausforderungen
- Wirtschaftliche Unterschiede zwischen den Mitgliedern erschweren die Bemühungen um eine Währungsunion.
- Es fehlt an einer Finanzinfrastruktur für einen reibungslosen Handel in lokaler Währung.
- Abhängigkeit vom chinesischen Yuan, was Bedenken hinsichtlich der Dominanz Pekings aufkommen lässt.
Zukunft
Die Bemühungen der BRICS-Staaten um eine Abkehr vom Dollar und alternative Zahlungssysteme (z. B. Blockchain-basierte Lösungen) könnten die globalen Devisenmärkte verändern, auch wenn eine vollständige Ablösung des Dollars in naher Zukunft unwahrscheinlich ist.