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Der ISM-PMI-Bericht für das verarbeitende Gewerbe im Juni fiel etwas besser aus als erwartet, da der Index im Laufe des Monats von 48,5 auf 49,0 stieg. Der Wert zeigte zwar eine Verbesserung, blieb aber immer noch unter der Schwelle von 50,0 und deutete auf eine Schrumpfung der Industrie hin.

Wichtigste Erkenntnisse aus dem ISM-Bericht zum verarbeitenden Gewerbe für Juni

  • Der PMI für das verarbeitende Gewerbe stieg von 48,5 % im Maiauf 49,0 % und zeigte damit eine leichte Verbesserung, blieb aber den vierten Monat in Folge im kontraktiven Bereich.
  • Der Produktionsindex kehrte mit 50,3 %wieder in den Wachstumsbereich zurück und stieg damit deutlich gegenüber den 45,4 % im Mai. Dies war der einzige Lichtblick in einem ansonsten gemischten Bericht.
  • Die Auftragseingänge haben sich weiter verschlechtert und sind von 47,6 % im Mai auf 46,4 % gefallen. Damit schrumpft der Index nach einer kurzen dreimonatigen Expansionsphase nun schon den fünften Monat in Folge.
  • Die Schwäche am Arbeitsmarkt hat sich weiter verschärft: Der Index fiel von 46,8 % auf 45,0 %, was darauf hindeutet, dass die Hersteller weiterhin Kostenmanagement vor Neueinstellungen priorisieren.
  • Der Preisdruck hat zugenommen, wobei der Preisindex von 69,4 % auf 69,7 % gestiegen ist, was vor allem auf die durch Zölle verursachten Kostensteigerungen entlang der Lieferketten zurückzuführen ist.
  • Die Exportleistung verbesserte sich leicht, wobei die Auftragseingänge im Exportbereich von 40,1 % auf 46,3 % stiegen, jedoch deutlich unter der Expansionsschwelle blieben.

Die Befragten zeichneten ein düsteres Bild der Geschäftsbedingungen, wobei die Zollpolitik in allen Branchen weiterhin das Hauptanliegen war. Die Hersteller berichteten, dass die volatile Handelspolitik zu Planungsschwierigkeiten geführt habe und die Kunden zunehmend zögerten, langfristige Aufträge zu erteilen.

Link zum offiziellen ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe (Juni 2025)

Die Rückmeldungen aus der Industrie unterstrichen die weitreichenden Auswirkungen der Handelsspannungen. Führungskräfte beschrieben das aktuelle Umfeld als geprägt von „massiver Zollunsicherheit“ und „unberechenbarer Handelspolitik“. Mehrere Branchen meldeten Auftragsstornierungen oder -verzögerungen, insbesondere im Maschinenbau und im Transportmittelbau, wo die Unternehmen aufgrund der politischen Unsicherheit einen „Einbruch der Aufträge“ verzeichneten.

Marktreaktionen

US-Dollar gegenüber wichtigen Währungen: 5 Minuten

Overlay of USD vs. Major Currencies Chart by TradingView

Überlagerung des USD-Kurses gegenüber den wichtigsten Währungen, Grafik von TradingView

Der Greenback, der schon vor der Veröffentlichung des ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe langsam gestiegen war, legte weiter zu, als die tatsächlichen Ergebnisse etwas besser als erwartet ausfielen.

Das Währungspaar USD/JPY führte die Gewinne mit einem Anstieg von 0,42 % an, während USD/CAD und USD/CHF um 0,38 % bzw. 0,30 % zulegten. Das Währungspaar USD/GBP verzeichnete mit 0,16 % geringere Gewinne, und USD/EUR blieb mit einem leichten Rückgang von 0,02 % im Wesentlichen unverändert.

Beachten Sie jedoch, dass gleichzeitig auch der JOLTS-Bericht über offene Stellen veröffentlicht wurde und die Zahlen ebenfalls über den Erwartungen lagen, was wahrscheinlich die allgemeine Reaktion des Dollars beeinflusst hat. Vor der Veröffentlichung hatte Fed-Chef Powell in seiner Stellungnahme einen leicht hawkischen Ton angeschlagen, da er die inflationären Auswirkungen der Zölle hervorhob und erklärte, dass diese sie von einer Lockerung der Geldpolitik abhielten.