This article has been translated from English to German.
Die Verbraucherpreise in Australien sind im Januar stärker als erwartet gestiegen, während die Kerninflation auf den höchsten Stand seit über einem Jahr geklettert ist, was die Erwartungen des Marktes hinsichtlich einer weiteren Zinserhöhung durch die RBA bestärkt.
Der monatliche Gesamt-VPI stieg im Januar um 0,4 % und lag damit über der mittleren Prognose von 0,3 %, sodass der Jahreswert stabil bei 3,8 % blieb und nicht wie erwartet auf 3,7 % sank. Der genauer beobachtete getrimmte Mittelwert, der als Indikator für die zugrunde liegende oder „Kerninflation” gilt, stieg von zuvor 3,3 % auf 3,4 % im Jahresvergleich und erreichte damit den höchsten Stand seit 16 Monaten.
Wichtigste Erkenntnisse
- Gesamt-VPI: +0,4 % im Monatsvergleich; +0,5 % saisonbereinigt. Der Konsens lag bei +0,3 %.
- Jährlicher Verbraucherpreisindex: +3,8 % im Jahresvergleich, unverändert gegenüber Dezember 2025 und deutlich über dem Zielbereich der RBA von 2–3 %.
- Getrimmter Mittelwert (Kern): +3,4 % im Jahresvergleich, ein Anstieg von 3,3 %, erreichte den höchsten Stand seit 16 Monaten und ist ein wichtiges Signal für eine restriktive Geldpolitik.
- Größte jährliche Beitragende: Wohnen (+6,8 %), Bekleidung und Schuhe (+5,6 %), Alkohol und Tabak (+5,0 %), Bildung (+5,4 %).
- Die Stromkosten stiegen im Jahresvergleich um 32,2 %, was vor allem auf das Auslaufen der Energie-Rabatte der Commonwealth- und Landesregierungen zurückzuführen ist.
- Die nicht-diskretionäre Inflation stieg mit +4,1 % jährlich stärker an als die diskretionäre Inflation mit +3,5 %, was den Druck auf die Lebenshaltungskosten weiter erhöhte.
Der größte Beitrag zum monatlichen Anstieg kam vom Wohnungswesen (+2,2 % im Monatsvergleich), was fast ausschließlich auf die Stromkosten zurückzuführen war, die allein im Januar um 18,5 % stiegen, da die Haushalte ihre Rabatte aus dem Energy Bill Relief Fund (EBRF) ausgeschöpft hatten. Ohne die Verzerrung durch die Rabatte stiegen die Strompreise im Jahresvergleich um moderatere 4,5 %.
Auch wenn ein Teil des monatlichen Anstiegs immer noch auf diesen einmaligen Stromfaktor zurückzuführen war, deutet das Ausmaß des Preisdrucks in den Bereichen Dienstleistungen, Wohnen und Gesundheit darauf hin, dass die zugrunde liegende Nachfrage widerstandsfähiger ist, als die Politik vielleicht gehofft hatte.
Link zum offiziellen australischen Verbraucherpreisindex (Januar 2026)
Auf der negativen Seite fiel der Bereich Freizeit und Kultur im Monatsvergleich um 3,4 %, was vor allem auf einen starken Rückgang der internationalen Flugpreise nach der starken Nachfrage im Dezember zurückzuführen war und einen teilweisen Ausgleich darstellte.
Laut Reuters erhöhten die Märkte die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung durch die RBA bei ihrer Sitzung im Mai auf etwa 80 %, gegenüber etwa 76 % vor der Veröffentlichung.
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Marktreaktionen
Australischer Dollar gegenüber wichtigen Währungen: 15 Minuten

AUD Overlay 15 Min. –Schnelleres Charting mit TradingView
Der australische Dollar, der bis zur Veröffentlichung der Inflationszahlen langsam gestiegen war, sprang nach Bekanntgabe der erneut über den Erwartungen liegenden Ergebnisse auf breiter Front nach oben. Schließlich hatte die RBA in ihrer letzten Entscheidung bereits die Zinsen angehoben und die Tür für weitere Straffungen offen gelassen, sollte die Inflation hoch bleiben.
Die australische Währung setzte ihre bullische Reaktion im Laufe der asiatischen Handelssitzung fort, obwohl die Rallyes gedämpft wirkten, während sich die Märkte auf Trumps Rede zur Lage der Nation vorbereiteten.
Der AUD legte wenige Stunden nach Veröffentlichung der Zahlen um 0,34 % gegenüber dem USD zu, gefolgt von einem Anstieg um 0,30 % gegenüber dem CAD. Die Gewinne gegenüber dem NZD waren mit 0,19 % begrenzt, während gegenüber dem GBP ein Anstieg von 0,23 % zu verzeichnen war.