This article has been translated from English to German.

Eine Übernachtposition ist ein Trade oder eine Position, die vom aktuellen Handelstag auf den nächsten Handelstag übertragen wird.

Im Grunde ist das jeder Trade, der am Ende des Handelstages noch offen ist.

Wenn ein Trader zum Beispiel während des Handelstages eine bestimmte Aktie kauft und sie bis zum Handelsschluss nicht verkauft, gilt diese Aktienposition als „Overnight-Position”.

Das gleiche Konzept gilt für den Devisenmarkt, Terminkontrakte oder jeden anderen Markt, der einen klar definierten Handelstag hat.

Overnight-Positionen sind wichtig, weil sie mit zusätzlichen Risiken verbunden sind, die Trader beachten müssen. Zu diesen Risiken gehören:

  • Gap-Risiko: Das Risiko, dass der Eröffnungskurs am nächsten Tag nicht mit dem Schlusskurs vom Vortag übereinstimmt. Dies ist oft auf Nachrichten oder Ereignisse zurückzuführen, die während der Marktschließung eintreten und zu erheblichen Verlusten (oder Gewinnen) für Trader führen können, die Übernachtpositionen halten.
  • Übernachtzinsen oder Swap: Auf dem Devisenmarkt wird Händlern, die eine Übernachtposition halten, in der Regel ein bestimmter Zinsbetrag berechnet oder gutgeschrieben, der als Swap- oder Rollover-Satz bezeichnet wird und von der Zinsdifferenz zwischen den beiden Währungen des Paares abhängt. Wenn die Währung, die du „long“ hältst, einen höheren Zinssatz hat als die, die du „short“ hältst, bekommst du Zinsen. Ist er niedriger, werden dir Zinsen berechnet.
  • Liquiditätsrisiko: Zu Beginn und am Ende des Handelstages kann die Marktliquidität geringer sein, was zu höheren Spreads und erhöhten Handelskosten führen kann.

Trotz dieser Risiken kann das Halten von Übernachtpositionen auch Gewinnchancen bieten, wenn ein Trader erwartet, dass sich der Kurs eines Wertpapiers von einem Tag auf den anderen deutlich zu seinen Gunsten entwickelt.

Dies ist Teil vieler Handelsstrategien, insbesondere für Swing- und Positionshändler, die eine längerfristige Perspektive haben.