This article has been translated from English to German.
Die Marktwertbilanzierung, auch „Mark-to-Market”-Bilanzierung genannt, ist das Verfahren, mit dem man den Marktwert von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten durch tägliche Neubewertung ermittelt, anstatt sich auf den „Buchwert” zu beziehen.
Diese Bilanzierungsmethode wird verwendet, um den tatsächlichen Wert von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten zu ermitteln, da sie deren aktuellen Marktpreis widerspiegelt und ein realistischeres Bild der Finanzlage eines Unternehmens vermittelt.
Ursprünglich eingeführt, um den Wert von Terminkontrakten zu bewerten, wird die Marktwertbilanzierung heute vor allem in den Märkten für außerbörsliche Derivate (OTC) verwendet, einschließlich Spot- und Terminkontraktmärkten.
Sie gilt als genaue Methode, die auf den Marktbedingungen zu einem bestimmten Zeitpunkt basiert, wurde aber auch kritisiert, weil sie in volatilen Zeiten Ergebnisse liefern kann, die den tatsächlichen Wert eines Vermögenswerts oder einer Verbindlichkeit nicht genau wiedergeben.
Wenn zum Beispiel das Vertrauen der Anleger in einen bestimmten Markt schwindet, könnte der Wert eines Vermögenswerts aufgrund der aktuellen Marktbedingungen stark fallen.
Außerdem wurde sie mit Finanzbetrug und Skandalen in Verbindung gebracht.
Beispiel für die Marktbewertung
Ein Investor kauft 100 Aktien eines Unternehmens zu einem Preis von 10 Dollar pro Aktie. Der Buchwert seiner Investition beträgt 1.000 Dollar.
Am Handelstag nach dem Kauf fällt der Aktienkurs des Unternehmens um 10 %.
Der Marktwert beträgt daher 900 $. Der Buchwert bleibt bei 1.000 $.